Erstes Testspiel Der VER Selb schlägt sich wacker

Es gab am Freitagabend in Bad Nauheim einige Meinungsverschiedenheiten – hier zwischen VER-Neuzugang Brad Ross (rechts) und Philipp Wachter. Foto: /Andreas Chuc

Der DEL2-Aufsteiger hält im ersten Testspiel beim EC Bad Nauheim sehr gut dagegen. Nach einer 3:2-Führung müssen sich die Wölfe nur knapp mit 3:4 geschlagen geben.

Bad Nauheim/Selb - Mit einer aufgrund des unterschiedlichen Vorbereitungsstandes der beiden künftigen DEL2-Konkurrenten sehr achtbaren 3:4 (0:0, 3:2, 0:2)-Niederlage in Bad Nauheim ist der VER Selb am Freitagabend in den neuen Eishockeywinter gestartet. Für den ersten Auftritt war die Vorstellung der Wölfe sehr ansehnlich, zumal man die Messlatte nach nur einer Trainingswoche nicht zu hoch hängen darf. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Hohenberger-Schützlingen nicht. Schon an diesem Samstag (17 Uhr) steht gegen die Dresdner Eislöwen die Heimpremiere an.

Ondruschka neuer und alter Kapitän

Die Wölfe, deren alter und neuer Kapitän Florian Ondruschka heißt, hatten bei ihrem ersten Testspiel als DEL2-Team nicht nur mit etwas schweren Beinen zu kämpfen, sondern auch mit Nebelschwaden, die durch das Colonel-Knight-Stadion zogen. „Ich will sehen, dass die Jungs den Gegner über’s Eis jagen“, hatte Bad Nauheims Trainer Harry Lang vor der Partie gefordert. Doch da hatte der Coach des gestandenen Zweitligisten, der im Sommer zwölf neue Spieler verpflichtet hat, allerdings die Rechnung ohne die Wölfe gemacht. Zwar wirkten die Hausherren optisch überlegen, die Wölfe standen aber gut und kompakt in der Defensivzone – und hatten einen Michel Weidekamp im Tor, der gleich wieder an seine starke Playoff- und Meisterform anknüpfte. Das 0:0 zur ersten Pause war jedenfalls schon ein erster Achtungserfolg für die Schützlinge von Trainer Herbert Hohenberger, dessen Team sich auch körperlich gut wehrte gegen die nicht gerade zimperlichen Hessen.

Feuer in der Partie

Im zweiten Drittel war zunächst richtig Feuer in der Partie, die schon nach 22 Sekunden für einige Zeit unterbrochen wurde, nachdem Pauli den Selber Neuzugang Brad Ross zum Faustkampf herausgefordert hatte. Ausgerechnet im folgenden Überzahlspiel der Wölfe fiel das 1:0 für den Gastgeber, der nur drei Minuten später nachlegte. Doch Selb war nach der kurzen Schwächephase schnell wieder hellwach und kam binnen einer knappen Minute zum Ausgleich.

Spieldauer für Gelke

Vier Minuten vor der zweiten Pause gab es noch einmal Aufregung. Nach einem Check an der Bande von Gelke gegen Keck bedienten sich die Schiedsrichter des Videobeweises – und schickten den VER-Stürmer zum Duschen. Weiter ging es zunächst mit Vier-gegen-Vier, was die Wölfe überraschend zur erstmaligen Führung nutzten. Nach einem Doppelpass zwischen den Neuzugängen Brett Thompson und Pascal Aquin traf Letzterer zum 3:2. Da staunten die Bad Nauheimer Zuschauer. Im Schlussdrittel drehte der Gastgeber die Partie aber wieder. Die Wölfe drängten nochmals auf den Ausgleich, nahmen auch den Keeper vom Eis, es blieb aber bei der knappen Niederlage , die jedoch niemanden so recht stören dürfte.

Die Statistik

VER Selb: Weidekamp (Weninger) – Slavetinsky, Ross, Silbermann, Ondruschka, Walters, Gimmel, Böhringer, Halbauer – Aquin, Thompson, Boiarchinov, Gare, Deeg, Miglio, Gelke, Hechtl, Hammerbauer, Kryvorutskyy, Christmann, Klughardt.

Schiedsrichter: Singaitis, Klein. – Zuschauer: keine Angabe. – Tore: 22. Min. Stephan (4-5) 1:0, 25. Min. Reiter 2:0, 26. Min. Gelke (Gimmel) 2:1, 27. Min. Hammerbauer (Gelke) 2:2, 37. Min. Aquin (Thompson, Slavetinsky; 4-4) 2:3, 41. Min. Pauli (5-4) 3:3, 2. Min. Vause 4:3. – Strafminuten: Bad Nauheim 19, Selb 34 + Spieldauer für Gelke.

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