Es geht voran in Tröstau Mehr Platz in der „Arche Noah“

Herbert Scharf

Der Kindergarten in Tröstau bekommt für 1,4 Millionen Euro zwölf weitere Krippenplätze und neue Gemeinschaftsräume. Auftraggeber der Erweiterung ist der Diakonieverein Schönbrunn-Tröstau.

Informierten sich über den Baufortschritt des Kindergartenanbaus (von links): Christopher Kropf, Bürgermeister Rainer Klein, Katrin Söllner vom Kindergarten, Pfarrer Thomas Browa, Pfarrer Hans-Hermann Münch sowie Franziska Grüner und Peter Kuchenreuther vom Architekturbüro Kuchenreuther. Foto: /H.S.

Tröstau - Schon seit Jahren platzt der Kindergarten „Arche Noah“ in Tröstau aus allen Nähten. „Endlich mehr Luft“, freut sich Erzieherin Katrin Söllner bei der Vorstellung der Pläne. Bis es soweit ist, dauert es allerdings noch etwas. Denn derzeit stehen gerade die Grundmauern des Erweiterungsbaus; Baubeginn war im Mai. 1,4 Millionen Euro wird er kosten. 70 Prozent davon steuert der Staat bei. Für den Rest der Summe müssen der Diakonieverein Schönbrunn-Tröstau und die Gemeinde aufkommen.

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Bürgermeister Rainer Klein hieß zu einer Baustellenbesichtigung Pfarrer Hans-Hermann Münch, Katrin Söllner, die Architekten Franziska Grüner und Peter Kuchenreuther, Christopher Kropf vom gleichnamigen Bauunternehmen sowie Pfarrer Thomas Brova vom Diakonieverein Schönbrunn-Tröstau willkommen.

„Gut Ding will Weile haben“, blickte Brova auf die ersten Pläne und die Geschichte des Kindergartens in Tröstau zurück. Architekt Peter Kuchenreuther bestätigte, dass die ersten Vorgespräche und Planungen bereits auf das Jahr 2016 zurückgingen. Brova erinnerte daran, dass bereits im Frühjahr 2018, angestoßen durch eine Initiative des Elternbeirats, die Außenanlagen des Kinderhauses grundlegend saniert wurden. Komplizierter seien die Pläne für die Erweiterung gewesen. Galt es doch, ein für die Zukunft tragfähiges Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Die Voraussetzungen für den Erweiterungsbau habe die Gemeinde Tröstau geschaffen. Sie erwarb die beiden leer stehenden Häuser neben dem Kindergarten und sorgte für den Abriss der maroden Gebäude.

Auch bei den Vorbereitungen habe die Verwaltung der Kommune den Bauherren, also den Diakonieverein Schönbrunn-Tröstau, unterstützt. Die Trägerschaft für den Kindergarten hatte der Verein vor einigen Jahren an das Diakonische Werk Selb-Wunsiedel abgegeben.

Bürgermeister Rainer Klein dankte dem Diakonieverein, der hier für die Gemeinde in die Bresche gesprungen sei und immerhin eine Pflichtaufgabe der Kommune übernommen habe. Auch wenn der Staat rund 70 Prozent der Baukosten bezuschusse, bleibe für den Diakonieverein und die Gemeinde noch einiges zu schultern. Klein unterstrich die Bedeutung der Vorschulerziehung in den Kindergärten. Hier lernten die Kleinen in der Gemeinschaft auch soziales Verhalten.

45 Kinder werden derzeit im Kindergarten betreut. Mit dem Anbau, in dem helle Farben und viel Holz für Aufenthaltsqualität sorgen sollen, werden weitere zwölf Krippenplätze, aber auch Gemeinschaftsräume geschaffen.

Mit der Fertigstellung rechnen die Bauherren für Frühjahr/Sommer 2022. „Wir sind im Zeitplan“, bestätigen Architekt Kuchenreuther und Projektleiterin Grüner. Bereits in den 70er-Jahren und noch einmal 1998 war der Kindergarten erweitert und saniert worden.