Es ist offiziell Wölfe trennen sich von Hohenberger

Sagt „Servus Selb“: Herbert Hohenberger. Foto: Mario Wiedel PIXMAWI

Die Selber Wölfe beenden die Zusammenarbeit mit dem 53-jährigen Österreicher. Über den Nachfolger informiert der Verein noch nicht.

Herbert Hohenberger kam, sah und siegte bei den Selber Wölfen. Erst die deutsche Oberligameisterschaft samt Aufstieg in die DEL2, vor wenigen Tagen nun der nach der Hauptrunde kaum mehr für möglich gehaltene Klassenerhalt in der zweiten Liga: Mehr geht eigentlich nicht. Trotz aller Erfolge trennen sich nun die Wege. Bereits im Februar fiel die Entscheidung gegen eine Vertragsverlängerung, die sich die Verantwortlichen der Wölfe nicht leicht gemacht haben, heißt es in einer Pressemitteliung des VER von Freitagvormittag. Aktuell werde die komplette Organisation „auf links gedreht“ und genau analysiert, welche Rädchen noch nicht optimal ineinandergreifen und an welchen Stellen nachjustiert werden muss, schreibt der Verein, der sich auf der Trainerposition neue Impulse von außen holen möchte.

„Wir haben – auch unter Einbindung der erweiterten Vorstandschaft - lange und intensiv analysiert, wie wir auf der Trainerposition weitermachen und ob wir Herbert weiterverpflichten oder nicht. Letztendlich hat die Vorstandschaft bereits im Februar die Entscheidung getroffen, dass wir den Vertrag mit Herbert nicht verlängern werden. Das haben wir ihm auch gleich mitgeteilt und ausführlich erklärt“, wird der künftige GmbH-Geschäftsführer Jürgen Golly in der Mitteilung zitiert. „Diese Entscheidung fiel, obwohl wir absolut davon überzeugt waren, dass wir mit Herbert die Klasse halten werden – was ja dann auch so erreicht wurde. Es war natürlich keine leichte Situation, aber wir haben Stillschweigen bis Saisonende vereinbart und wir sind Herbert sehr dankbar, dass er äußerst professionell reagiert und weiter alles für unseren Verein gegeben hat”, gibt Golly einen Einblick in die Planungen.

„Herbert hatte fast zweieinhalb überaus erfolgreiche Jahre bei uns. Trotz allen Erfolgs sind wir zur Einschätzung gekommen, dass die Organisation dringend neue Impulse, Ideen und einen frischen Blick von außen auf die internen Abläufe benötigt. Wir haben in der prekären Phase in dieser Saison bei der intensiven und engen Zusammenarbeit mit Herbert festgestellt, dass wir bei gewissen Dingen unterschiedlicher Auffassung sind. Wir haben die Zukunft fest im Blick und möchten mit der Mannschaft und mit der gesamten Organisation den nächsten Schritt machen, uns weiterentwickeln und uns als feste Größe in der DEL2 etablieren. Mit Blick auf unsere mittel- und langfristigen Ziele, sind wir zur Einschätzung gekommen, dass wir den nächsten Entwicklungsschritt des Eissports in Selb mit einem neuen Headcoach gehen wollen“, erklärt Golly weiter. „Unbestritten ist, dass Herbert nun erhobenen Hauptes, mit breiter Brust und voller Stolz über das Erreichte von Bord gehen kann. Diese Erfolge muss ihm erst einmal jemand nachmachen”, ergänzt der langjährige zweite Vorsitzende und künftige Mit-Geschäftsführer der neuen Wölfe-GmbH, Thomas Manzei. “Wir, die gesamte Organisation und das Umfeld werden Herbert Hohenberger als absoluten Erfolgstrainer, als tollen, sympathischen und offenen Menschen in bester Erinnerung behalten. Und genau das hat Herbert auch verdient”, fügt Golly hinzu.

Noch keine Auskünfte seitens des Vereins gab es über die Neubesetzung der Trainerstelle. Wie berichtet, ist Sergej Waßmiller ein heißes Gerücht als Nachfolger für Herbert Hohenberger.

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