Der deutsche Astronaut Alexander Gerst setzt große Hoffnungen auf die Tagung. "Das ist eine ganz große Chance jetzt für Europa", meint Gerst. Ziel sei, "dass wir entscheiden können, welche Missionen wir machen, und dass wir nicht auf Kooperationen angewiesen sind, die sich vielleicht nicht als so verlässlich erwiesen."
In den vergangenen Jahren war der Druck auf die Esa zu mehr Eigenständigkeit angesichts der geopolitischen Spannungen gewachsen. Infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine fielen die Sojus-Raketen weg.
Wegen weiteren Problemen bei Raketen musste die Esa teils Missionen mit dem US-Unternehmen SpaceX von Elon Musk ins All bringen. Und unter US-Präsident Donald Trump scheint unklar, wie sehr man sich in Europa auf die Nasa als engen Partner weiterhin wird verlassen können.
Die Esa mit Sitz in Paris arbeitet an zahlreichen Vorhaben im Weltraum von Wettersatelliten über Wissenschaftsprojekte bis hin zu bemannten Missionen auf der Raumstation ISS.