Nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in London sagte De Wever am Freitag, man sei sich einig, dass man die Ukraine dabei unterstützen wolle, ein freies, demokratisches und souveränes Land zu bleiben. Auf EU-Ebene stünden sehr wichtige Entscheidungen an. Nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga fordert Belgien gemeinsam mit Italien, Bulgarien und Malta, dass weiterhin auch alternative und "weniger riskante" Optionen zur finanziellen Unterstützung der Ukraine geprüft werden.
Russische Zentralbank verklagt Euroclear in Moskau
Die Zentralbank in Moskau kündigte unterdessen an, Euroclear zu verklagen. Als Gründe wurden aus russischer Sicht illegale und verlustbringende Handlungen des Depotverwalters, aber auch die erwogenen Mechanismen zur Nutzung russischen Vermögens genannt. Das Verfahren soll vor einem Moskauer Schiedsgericht laufen.
Ungarn hatte am Donnerstag mitgeteilt, man behalte sich das Recht vor, eine Überprüfung der EU-Entscheidung vor dem Gerichtshof der Europäischen Union einzuleiten. Die Regierung teilte dazu mit, sie sei "zutiefst besorgt über die jüngste Tendenz, einstimmige Entscheidungsverfahren im Bereich der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik zu umgehen". Aus ungarischer Sicht sei Artikel 122 keine korrekte Rechtsgrundlage für die geplanten Maßnahmen.
EU-Kommissar Valdis Dombrovskis sagte am Freitag, das Vorgehen sei vollständig mit dem EU-Recht und dem Völkerrecht vereinbar ist. Er verwies zudem darauf, dass Finanzinstitute, die immobilisierten russische Vermögenswerte hielten, sind vollständig vor Verfahren geschützt seien.