"Burgas mag die bevölkerungsmäßig kleinste Stadt unter den ESC-Bewerbern sein, doch nimmt es sich dieser Möglichkeit mit großem Ehrgeiz an", sagt Bürgermeister Dimitar Nikolow. Er zeigt sich überzeugt von Burgas' Kapazität, für den Eurovision Song Contest eine außergewöhnliche Kulisse direkt an der Schwarzmeerküste zu bieten. Ein Eurovision-Event in Burgas am Schwarzen Meer könnte zudem Bulgarien touristisch präsentieren.
Strenge Auswahlkriterien
Für die Auswahl des ESC-Austragungsortes gelten strenge Kriterien - wie etwa eine Event-gerechte Halle. Wie die an einer Austragung in Bulgarien interessierten Städte erfahren haben, sollte die Halle acht Wochen um den Termin im Mai herum komplett zur Verfügung stehen, eine Bühne mit einer Fläche von mindestens 10 mal 15 Metern sowie rund 2.000 Quadratmeter Backstage haben. Außerdem seien Büroräume für mehr als 250 Personen nötig.
Auch Hotelkapazitäten und internationale Flugverbindungen seien von entscheidender Bedeutung.
Erster ESC-Sieg für Bulgarien
Für das südosteuropäische EU-Land, das zu den ärmsten in der EU gehört, ist der Triumph in Wien der erste ESC-Sieg gewesen. Seit 2005 erst nimmt Bulgarien an dem Wettbewerb überhaupt teil.
Aus finanziellen Gründen hatte es in den vergangenen drei Jahren auf eine Teilnahme verzichtet. Siegerin Dara bringt nun mit dem Song "Bangaranga" voller Elektro-Beats und Balkan-Pop-Anklängen das Event nach Bulgarien.
ESC-Austragungsorte in den vergangenen fünf Jahren waren Wien (2026), Basel (2025), Malmö (2024), Liverpool (2023) und Turin (2022). Daran sieht man: Es muss nicht immer die Hauptstadt oder größte Stadt eines Landes der Austragungsort sein.