Rund 50 Interessierte haben an der Gemeindeversammlung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schwarzenbach an der Saale-Hallerstein teilgenommen. Darüber informiert eine Pressemitteilung oder Kirchengemeinde.
Die Kirchengemeinde informiert über die Zukunft ihrer Gebäude. Die Kirche soll innen behutsam verändert werden.
Rund 50 Interessierte haben an der Gemeindeversammlung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Schwarzenbach an der Saale-Hallerstein teilgenommen. Darüber informiert eine Pressemitteilung oder Kirchengemeinde.
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Im Mittelpunkt standen der geplante Umbau des ersten Pfarrhauses zu neuen Gemeinderäumen sowie Überlegungen für eine flexiblere Nutzung der Kirche. Nach einer Andacht von Pfarrerin Andrea Schmolke, in der sie daran erinnerte, dass das Heil einer Gemeinde nicht von ihren Gebäuden abhänge, knüpfte Kirchenvorstand Philipp Schwarzhuber an das im letzten Jahr vorgestellte Gebäudebedarfskonzept an. Für das Gemeindehaus gebe es mehrere Kaufinteressenten; mit einem Bewerber liefen bereits konkrete Vertragsverhandlungen. Auch für das Pfarrhaus in Martinlamitz gebe es Interessenten. Weitere Gebäude stehen derzeit nicht zum Verkauf.
Die Verkaufserlöse werden für die Finanzierung der geplanten Umbaumaßnahmen benötigt. Da das Gemeindehaus als sogenannter „Altfall“ gilt und bis Ende 2028 noch von einer höheren Fördersumme profitieren könne, müssten Verkäufe und Planungen zügig vorangetrieben werden. Auch ein genehmigungsfähiges Bauvorhaben müsse bis Ende 2028 vorliegen.
Architekt Bernd Hüttner präsentierte den aktuellen Planungsstand. Im Erdgeschoss des ersten Pfarrhauses soll ein neuer Gemeinderaum für 20 bis 25 Personen mit Teeküche, barrierefreiem WC und Stuhllager entstehen. Das Pfarramt und das Pfarrbüro sollen in das Nebengebäude umziehen.
Neben der Sanierung des Kirchendachs und der Kirchenfassade sei eine behutsame Umgestaltung des Innenraumes geplant, um eine flexiblere Nutzung des Kirchenraumes für größere Veranstaltungen zu ermöglichen. Vorgesehen sind eine Bestuhlung anstelle von Kirchenbänken, eine kleine Teeküche, ein barrierefreies WC und ein Stuhllager. Altarraum und Orgelbereich bleiben dabei unverändert.
Hüttner betonte, dass die Planungen inzwischen über eine reine Ideenfindung hinausgingen, ein endgültiges Konzept jedoch noch nicht vorliege. Gerade die Gestaltung des Kirchenraums müsse gemeinsam mit der Gemeinde entwickelt werden. Ziel sei es, die Kirche künftig vielfältiger nutzen zu können und sie wieder stärker mit Leben zu füllen.
In der Diskussion ging es unter anderem um die Finanzierung, die Heizung, Photovoltaik und weitere Nutzungsmöglichkeiten der Gebäude. Fragen und Anregungen aus der Gemeinde sollen in die weitere Planung einfließen.
Die Rückmeldungen der Besucher fielen überwiegend positiv aus. Die meisten begrüßten die vorgestellten Ideen und den behutsamen Umgang mit dem Kirchenraum. Lediglich der geplante Rückbau der Kirchenbänke wurde sehr vereinzelt kritisch gesehen. In mehreren Wortmeldungen wurde zugleich deutlich, dass eine Gemeinde an Veränderungen mitwachsen könne und sich dadurch Chancen für eine lebendige Zukunft eröffneten.
Zum Abschluss ermutigte Diakon Norbert Pühler, offen zu sein für den weiteren Entwicklungsprozess und zugleich Erinnerungen zu bewahren. Planungsskizzen und ein Briefkasten für Anregungen aus der Gemeinde werden in der Kirche aufgestellt, damit sich alle Gemeindemitglieder ein genaueres Bild vom derzeitigen Planungsstand machen können. Der Entwicklungsprozess soll auch weiterhin offen und transparent gestaltet werden.