Fachleute im Austausch Ideen sammeln für neue „Wochen“

red
Sie sammelten Ideen für die „Wochen den Weißen Goldes“ 2023 (von links): Petra Dierck (Villeroy & Boch Factory Outlet), Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Eva Enders (Leiterin des Rosenthal-Theaters), Michael Kant (Firma Goldscherben), Renate Wölfel (Forum Selb erleben!), Dominik Voigt (Designmanufaktur Voigt), Armin Dick (Staatliches Berufliches Schulzentrum für Produktdesign und Prüftechnik), Jörg Gerbeth (Villeroy & Boch Factory Outlet), Gabrielle Dettelbacher (BHS Tabletop), Alfred Pöhlau (Rona 5-Star Glas), Petra Werner (Porzellanikon), Magdalena Oertel (Villeroy & Boch Factory Outlet) und Isabella Träger (BHS Tabletop). Foto: Kulturamt Selb

Die Wochen des Weißen Goldes sollen 2023 ein neues Format erhalten. Eine Rolle spielt die Stadt Selb in ihrer markanten Entwicklung. Die Gewinner des diesjährigen Preisausschreibens stehen fest.

Für 2023 plant die Stadt Selb ein neues Format für die Eröffnung der „Wochen des Weißen Goldes“. Aus diesem Grund hatte Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch laut einer Mitteilung potenzielle Aussteller zu einem Austausch ins Rathaus eingeladen, um verschiedene Formate zu diskutiert.

Klar ist bereits, dass die Eröffnungsfeier der „Wochen des Weißen Goldes“ am 3. Juli 2023 nicht wie gewohnt um 11 Uhr, sondern erst um 14.30 Uhr in Form einer moderierten Talkrunde mit den Ausstellern beginnt mit dem Ziel, die Ausstellung stärker in den Fokus zu rücken. Anschließend wird es genügend Zeit geben, erste Eindrücke zu sammeln. Von jeder Firma oder Institution wird ein Ansprechpartner vor Ort sein. Um 17 Uhr beginnt das Eröffnungskonzert der Smetana Philharmoniker Prag mit Werken von Komponisten aus Bayern und Tschechien.

Präsentation der Freundschaftswochen

Des Weiteren stellte sich die Frage, wie sich die Bayerisch-Tschechischen Freundschaftswochen in der Ausstellung präsentieren könnten. Eine Idee ist, dass die Selber Berufsfachschule für Produktdesign mit ihrer tschechischen Partnerschule für Grafikdesign aus Pardubice eine gemeinsame Ausstellungsfläche zum Thema Keramik oder Porzellan gestalten. Der stellvertretende Schulleiter Armin Dick griff die Idee auf und lotet zeitnah die bestehenden Möglichkeiten aus.

In dieser Idee liege, so die Mitteilung weiter, langfristig eine Chance, die Ausstellung um das Thema „Design und Mobilität“ zu ergänzen. Während der Diskussion sei öfter darauf hingewiesen worden, dass sich die Stadt Selb entwickle. „1988, bei den ersten ,Wochen des Weißen Goldes’ war Selb schlicht und einfach ,Die Porzellanstadt’ und die Ausstellung eine Leistungsschau der ansässigen Weltmarktführer für Porzellan“, berichtete Ulrich Pötzsch, „inzwischen ist Selb auch Design- und Hochschulstadt.“ Keiner verkörpere die Entwicklung in Richtung Design und Hochschulstadt besser als die Selber Berufsfachschule. Vom Porzellan und der Keramik kommend entwickelte sich, wie der Oberbürgermeister weiter ausführte, das Schulzentrum zur Berufsfachschule für Produktdesign und Prüftechnik. Zum Beginn des Wintersemesters 2021/22 wurde die offizielle Außenstelle der Hochschule Hof mit dem Studiengang „Design und Mobilität“ an die Selber Fachschule für Produktdesign angegliedert.

Internationale Teilnehmer am Preisausschreiben

Nach zweijähriger Zwangspause hatten dieses Jahr die „35. Wochen des Weißen Goldes“ stattgefunden. Wegen der wirtschaftlich anspruchsvollen Zeit und Materialengpässen konnten 2022 nicht wie sonst alle Firmen daran teilnehmen. Trotzdem erfreuten sich knapp 1000 Interessenten an der Vielfalt der gedeckten Tische, an den bunten Produktpaletten und Kunstwerken aus Glas und Porzellan der acht Firmen, des Porzellanikons und des Vereins „Porzellanstraße“.

Beim dazugehörigen Preisausschreiben stellen die Firmen und das Porzellanikon jährlich wertvolle Preise zur Verfügung. Wie die Auswertung des diesjährigen Preisausschreibens zeige, schreibt das Kulturamt, kommen die Teilnehmer aus ganz Deutschland sowie aus Österreich, England und der Schweiz. Die Gewinner, die jetzt im Rathaus von Vertretern der beteiligten Firmen und Institutionen ermittelt wurden, dürfen sich auf insgesamt 35 Preise, darunter wertvolle Services, Gläsersets und Kunstobjekte aus Glas und Porzellan sowie auf einen „Golden Evening“ im Porzellanikon freuen.

Von den insgesamt 548 Teilnehmern hätten 404 alle Fragen richtig beantwortet. Die 35 Gewinner würden schriftlich benachrichtigt und erhielten ihre Preise direkt von den Firmen. Ein großer Teil der Gewinne bleibe in Selb und der Region, andere würden in alle Himmelsrichtungen verschickt.

Ausstellung 2023 im Internet

Die „Wochen des Weißen Goldes“ haben, wie das Kulturamt feststellt, mit dem mehrwöchigen Rahmenprogramm im ganzen Stadtgebiet und dem mehrtägigen Fest der Porzelliner den Sommer in Selb belebt. Dennoch seien die Auswirkungen der Pandemie in den Besucherzahlen deutlich zu spüren gewesen. Um mehr Publikum zu gewinnen, kann man die Ausstellung 2023 auch als 360-Grad-Rundgang im Internet besuchen. Einen Besuch vor Ort mit allen Sinnen kann der digitale Rundgang zwar nicht ersetzen, aber er vermittelt erste Eindrücke.

Ende Januar lädt das Kulturamt zu weiteren Besprechungen darüber ein, wie sich die Ausstellung im Jahr 2023 optimieren und noch attraktiver gestalten lässt. Es bleibt also noch spannend um die „36. Wochen des Weißen Goldes“.

 

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