Fahrbahnerneuerung Nagel nutzt die Gunst der Stunde

Bürgermeister Helmut Voit (rechts) dankte Friedhelm Schmidt vom Staatlichen Bauamt Bayreuth (Zweiter von links) sowie von der ausführenden Firma Rädlinger (von links) Bauaufseher Michael Ponader, Bauleiter Bert Hoffmann und Jürgen Gutmann, Abteilungsleiter Asphaltbau der Firma Rädlinger, für die zügige Abwicklung der Baustelle Foto: /Christian Schilling

In der Gemeinde am See wird die Fahrbahn der Staatsstraße zwischen Wurmloh und Ortseingang erneuert. Dabei werden auch die Gehwege in Schuss gebracht.

Angesichts der hohen Temperaturen und des durch die Trockenheit aufgewirbelten Staubs haben es Arbeiter im Hoch- und Tief- sowie im Straßenbau in diesem Sommer wahrlich nicht leicht. Trotzdem übergaben die Verantwortlichen jetzt den fertiggestellten Streckenabschnitt zwischen Kirche und Wurmlohpass der Staatsstraße St 2665 nach nur acht Wochen Bauzeit seiner Bestimmung.

Gute Resonanz

Es sei kein leichtes Unterfangen gewesen, resümierte Friedhelm Schmidt vom Staatlichen Bauamt Bayreuth. Denn topografisch bedingt besitze die Gemeinde Nagel eine lange Ortsdurchfahrt mit vielen angrenzenden Häusern. „Viele Anlieger bedeuten meist auch viele Befindlichkeiten“, betonte Schmidt, der seitens des Bauamts die Aufsicht führte. Trotzdem sei alles in allem die Resonanz gut gewesen, die Beschwerden hätten sich in Grenzen gehalten. Um die 500 000 Euro hat der Freistaat für die Fahrbahnerneuerung auf 2,8 Kilometern Länge in die Hand genommen. Die Fahrbahnbreite beträgt nun großzügige sechs Meter auf der gesamten Strecke. In neuem Glanz mit großzügigen Zu- und Abfahrten präsentieren sich nun auch die Bushaltestellen an der Staatsstraße. Dabei sei neben der ausführenden Baufirma Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH mit Zweigniederlassung in Selbitz auch eng mit den Stadtwerken Wunsiedel (SWW) zusammengearbeitet worden. Letztere kümmert sich um Leitungen, die in der Straße verbaut sind und einige Querungen. „Das Ergebnis spricht für sich“, konstatiert Schmidt bei der Abnahme der Straße am Dienstag. Allerdings sei es nicht selbstverständlich gewesen, die Fahrbahnerneuerung heuer mit ins Programm des Staatlichen Bauamts aufzunehmen.

Die Gunst der Stunde nutzte auch die von den Bauarbeiten betroffene Gemeinde Nagel mit ihren Ortsteilen Wurmloh und Mühlbühl. Zwischen 90 000 und 100 000 Euro ließ sich die Kommune die Sanierung der Gehsteige kosten, wie Bürgermeister Helmut Voit erklärte. Dabei seien auch einige Brennpunkte entschärft worden, sodass Fußgänger nun bequem an den Rändern der Staatsstraße ihrer Wege gehen können. Als „Idealfall“ bezeichnete das Gemeindeoberhaupt, dass mit Michael Ponader ein Einheimischer die Bauaufsicht hatte. Der kenne eben den Streckenabschnitt und die vorherigen Unwägbarkeiten aus dem Effeff.

Flexibel bei Terminen

„Es ist klar, dass es bei einer solchen Maßnahme auch Aufregungen gibt“, sagte Voit. Der Ärger während des Baus habe sich aber in Grenzen gehalten. Sein Dank galt daher den Anwohnern, die verstünden, dass Probleme dazu gehörten. Zudem hätten die Anlieger auch einige Forstwege des Forstbetriebs Fichtelberg bei nötigen Sperrungen nutzen können und auch das Kommunalunternehmen Umweltschutz Fichtelgebirge (KuFi) und die Firma Böhme hätten flexibel bei der Gestaltung der Termine für die Abfallbeseitigung reagiert.

Nachdem bereits vor Jahren ein Abschnitt vom Friedhof Richtung Ebnath saniert wurde, zog Voit zufrieden das Resümee: „Die Staatsstraße ist jetzt im gesamten Gemeindegebiet in einem sehr guten Zustand.“

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