Fahrradfreundliches Hof SPD fordert E-Bike-Ladestationen

Hof muss fahrradfreundlicher werden, findet die SPD-Fraktion im Stadtrat. In einem Antrag machen die Räte jede Menge Vorschläge. Foto: dpa/Peter Endig

Hof soll fahrradfreundlicher werden – deshalb regt die SPD in einem Antrag die Anschaffung von „Charger Cubes“ an. Dafür gibt es eine Förderung, die angezapft werden soll.

Hof - Die SPD-Fraktion im Hofer Stadtrat will dazu beitragen, dass Hof fahrradfreundlicher wird. Dazu solle die Stadt das Sonderprogramm „Stadt und Land“ zur Förderung des Radverkehrs und Anschaffung von Fahrradgaragen „Charger Cube“ nutzen. Michaela Franke und Patrick Leitl haben dazu im Namen der Fraktion einen Antrag an die Oberbürgermeisterin Eva Döhla eingereicht.

Die Bedingungen für die Fahrradfahrer seien in Hof mangelhaft, begründen sie den Antrag: „Fahrradwege sind kaum vorhanden, oder falls doch, dann sind sie entweder zugestellt (mit Mülltonnen oder parkenden Autos), die Bordsteine nicht abgeflacht oder enden einfach im nirgendwo.“

Es gäbe zudem kaum Möglichkeiten, Fahrräder abzustellen. Gerade im Lockdown hätten viele Hofer das Fahrradfahren neu entdeckt und sind vom Auto aufs Rad oder das E-Bike umgestiegen. Ladestationen in Hof und Umgebung fehlten.

Abhilfe schaffen könnte man hier beispielsweise mit mobilen Fahrradgaragen inklusive Lademöglichkeiten und Schließfächern wie etwa den „Charger Cubes“. Die „Würfel“ verfügen auch über eine Solaranlage auf dem Dach. Während sich der Radler ausruht, kann das Fahrrad aufladen und die Wertsachen sind sicher verstaut. Der „Charger Cube“ könne an mehreren Stellen in der Stadt aufgestellt werden, vor allem an Ausflugszielen wie dem Untreusee oder dem Theresienstein.

Die Stadt Hof sollte zu diesem Zwecke sich um Mittel aus dem neuen Förderprogramm „Stadt und Land“ bemühen, um die Radinfrastruktur in der Stadt Hof nachhaltig zu verbessern. In den nächsten drei Jahren stehen insgesamt bis zu 657 Millionen Euro für den Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr in Deutschland zur Verfügung. Rund 95 Millionen Euro werden davon Projekten in Bayern zugutekommen. Die Förderquote beträgt bis zu 80 Prozent.

Durch dieses Förderprogramm werde das „dringend benötigte Radverkehrskonzept“ anteilig finanziert, heißt es weiter im Antrag. Die Restmittel sind vorsorglich im Falle eines positiven Förderbescheids in einen Nachtragshaushalt 2021 oder spätestens in den Haushalt 2022 einzustellen.

Ein erster „Charger Cube“ soll ebenfalls über das Programm co-finanziert werden. Haushaltsmittel sollen dafür schon einmal vorsorglich eingestellt werden. red

 
 

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