Fakten aus Hofer Kreistag Das ist der Stand zu VGN und Landbus

Werner Bußler

Wenn alles gut geht, könnte der Landkreis 2024 dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg beitreten. Das hätte auch Auswirkungen auf den Hofer Landbus, der schon bald auf neue Regionen ausgeweitet werden soll.

Mit Kleinbussen wie diesen ist der Hofer Landbus unterwegs. Foto: /Archiv

In Sachen öffentlicher Personennahverkehr ist im Landkreis Hof einiges in Bewegung. Das Thema ist jüngst in der Sitzung des Kreistags ausführlich zur Sprache gekommen. Fachreferenten nahmen Stellung zu den aktuellen Entwicklungen beim Hofer Landbus und in Sachen Beitritt des Landkreises Hof zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN).

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Michael Stumpf, ÖPNV-Verantwortlicher des Landkreises, teilte mit, ein Beitritt zum Verbund werde angestrebt. Unsere Zeitung berichtete bereits mehrmals. Spätestens bis März 2023 benötige es einen Beschluss des Kreistages. Danach liege es an den bisherigen VGN-Mitgliedern, den Beitritt einstimmig zu genehmigen. Dann stehe einem Beitritt zum 1. Januar 2024 nichts im Wege.

Dann könnte auch der Hofer Landbus in das ÖPNV-System integriert werden. Diese Beförderungsmöglichkeit soll auf den gesamten Landkreis ausgeweitet werden, nachdem man mit Routen im Bereich von Rehau und Regnitzlosau gute Erfahrungen gemacht hat. Darüber berichtete Korbinian Göths, Verkehrsplaner für das Projekt „Mobilität digital Hochfranken“, kurz genannt „Mobi Dig“. Mittlerweile ist auch ein Landbus im Gebiet von Döhlau und Gattendorf in Betrieb. Der Start einer Linie im Frankenwald rund um Naila ist für den 12. September geplant. Hierzu ist bereits die verkehrsrechtliche Genehmigung beantragt und die Haltestellen sind festgelegt. Probleme bereitet es derzeit noch, genügend Fahrer zu finden. Als nächster Schritt ist die Erweiterung des Rings um Hof geplant. Auch in den anderen Regionen, wie um Münchberg, soll ein solcher Zubringerdienst installiert werden. Mit dem Projekt habe man den Zeitgeist getroffen, es stoße auch bei anderen Kommunen auf Interesse. Der Landrat informierte darüber, dass der Bürgerbus der Stadt Hof und der Landbus unabhängig agieren, aber es sei vorgesehen, Synergieeffekte zu nutzen und eventuell einen Zweckverband zu gründen.

Mirjam Kühne (Grüne) wollte wissen, wieso es nicht möglich sei, den Landbus-Fahrpreis für Schüler zu ermäßigen. Dazu sagte Oliver Bär, man wolle eine einheitlicher Preisstruktur schaffen. Kinder unter sechs Jahren und Leute mit Behindertenausweis fahren kostenfrei, alle anderen bezahlen drei Euro. Sobald der Landkreis dem VGN beitritt, werden die Tarife neu gestaltet.