Familientag und Spritze „to go“ Sonderaktionen gegen die Impfmüdigkeit

Möglichst unkompliziert und einfach soll das Impfen künftig werden. Foto: Florian Miedl

Weil es immer schwieriger wird, Menschen für eine Vakzinierung zu gewinnen, geht das Impfzentrum in die Offensive. Mit Familientagen oder der Spritze „to go“ fallen bürokratische Hürden.

Wunsiedel/Selb - Nach der Premiere in Marktredwitz steht fest: Das Konzept der dezentralen Pop-up-Impfstation mitten unter den Menschen geht auf. Daher organisiert das Team des Wunsiedler Impfzentrums am Freitag eine Impfung „to go“ am Beaucouzé-Platz in Selb. Zwischen der Drogerie Rossmann und dem Discounter Norma können sich alle interessierten Bürger zwischen 11 und 17 Uhr spontan impfen lassen.

Doch das ist nicht alles. Bereits heute beginnt eine Sonderaktion, die sich über fünf Tage erstreckt.

Donnerstag

Zwischen 12 und 19 Uhr wird der Impfstoff von Biontech an alle Interessierten ab 16 Jahren im Wunsiedler Impfzentrum verimpft. Eine vorherige Anmeldung im Impfportal oder eine Terminabsprache sind nicht nötig. Minderjährige müssen entweder in Begleitung eines Elternteils sein oder eine schriftliche Einverständniserklärung vorlegen können. Eine Zweitimpfung kann für alle bereits nach drei Wochen stattfinden.

Freitag

Auf dem Parkplatz im Nahversorgungszentrum in der Selber Innenstadt, Place de Beaucouzé, können sich am Freitag alle Interessierten ab 16 Jahren von 11 bis 17 Uhr impfen lassen. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Minderjährige erhalten den Impfstoff von Biontech und müssen entweder in Begleitung eines Elternteils sein oder eine schriftliche Einverständniserklärung vorlegen können. Zur freien Auswahl für Erwachsene steht der Impfstoff von Biontech oder das Vakzin von Johnson und Johnson. Für die Immunisierung mit Johnson und Johnson ist nur eine Spritze nötig. Zwei Wochen später gilt man als komplett geimpft. Länger dauert das mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech. Der nötige zweite Impftermin wird gleich vereinbart.

„In Marktredwitz haben sich vergangene Woche 152 Personen impfen lassen, 60 davon haben sich für Johnson und Johnson entschieden“, erklärt Daniel Hahn, der Verwaltungsleiter des BRK-Impfzentrums, im Gespräch mit der Frankenpost.

Sollten sich Familien mit Kindern ab zwölf Jahren für eine Impfung in Selb interessieren, werden sie nicht abgewiesen, aber gebeten, etwas mehr Zeit für ein ausführliches Aufklärungsgespräch mitzubringen.

Samstag

Am Samstag von 9 bis 16 Uhr werden Jugendliche im Wunsiedler Impfzentrum geimpft, die bereits einen Termin vereinbart haben. Für diesen Tag stehen noch Restplätze zur Verfügung, für die sich Interessierte über das Callcenter unter der Nummer 09232/6008959 noch melden können. Die Minderjährigen erhalten den Impfstoff von Biontech und müssen entweder in Begleitung eines Elternteils sein oder eine schriftliche Einverständniserklärung vorlegen.

Sonntag

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Impfung von Jugendlichen ab zwölf Jahren in Begleitung ihrer Familien im Impfzentrum Wunsiedel. Das ist in der Zeit von neun bis 16 Uhr möglich . Für die Aufklärungsgespräche werden an diesem Tag besonders viel Zeit eingeplant. Die Jugendlichen erhalten den Impfstoff von Biontech. Eine Zweitimpfung kann nach drei Wochen stattfinden.

Montag

Am Montag wird der Impfstoff von Biontech im Impfzentrum an alle ab 16 Jahren verimpft, von 13 bis 16.30 Uhr. Das geht ohne Termin. Minderjährige müssen entweder in Begleitung eines Elternteils sein oder eine schriftliche Einverständniserklärung vorlegen können. Eine Zweitimpfung kann auch hier für die Interessierten bereits nach drei Wochen stattfinden.

Auch Urlauber und Pendler dürfen kommen
Das Impfzentrum weist noch auf zwei wichtige Veränderung bei den Vorschriften zu den Impfungen hin. Erstens: Da die Wohnortbindung hinsichtlich der Impfungen aufgehoben wurde, richten sich alle Angebote in den nächsten Tagen auch ausdrücklich an Personen, die nicht im Landkreis leben, zum Beispiel Urlauber. Personen, die ihre Erstimpfung bei einem dieser Termine erhalten, können ihre Zweitimpfung, falls nötig, also auch in ihrem Heimatlandkreis durchführen lassen. Zweitens: Ab sofort müssen Genesene nicht mehr sechs Monate nach ihrer Infektion abwarten, sondern können sich bereits vier Wochen nach Abklingen der letzten Symptome impfen lassen.

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