Damit er relevant zum Klimaschutz beiträgt, müsste der Anteil der Produktion aus klimafreundlichen Quellen massiv steigen. Nachhaltiger Wasserstoff wird den Autoren zufolge „voraussichtlich erst in den 2030er Jahren in größerem Umfang verfügbar sein“.
Wie teuer ist Wasserstoff?
Diese Frage hängt direkt mit der nach der Umweltfreundlichkeit zusammen. „Derzeit ist insbesondere grüner Wasserstoff, der mittels erneuerbarer Energien erzeugt wird, deutlich teurer als fossile Alternativen“, heißt es in der Analyse.
- Als günstigste Alternative sehen die Autoren grauen Wasserstoff, mit 1 bis 2 US-Dollar pro Kilogramm.
- Grüner Wasserstoff kostet derzeit rund 7 bis 19 Dollar pro Kilo, ist also sehr viel teurer. Dieser Wert soll aber sinken, wie schnell, darüber gehen die Prognosen auseinander. Die Autoren gehen aber davon aus, dass er auch 2030 noch mindestens doppelt so teuer ist wie grauer Wasserstoff.
Was wäre für eine Wasserstoffwende nötig?
Einerseits müssen die Herstellungskosten sinken, andererseits braucht man viel Strom und die passende Infrastruktur.
Um den Wasserstoffbedarf in Deutschland vollständig aus regenerativen Energien herzustellen, seien bis 2030 etwa 160 Terawattstunden zusätzlicher grüner Strom nötig. Zum Vergleich: 2024 wurden in Deutschland rund 250 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt.
Die Autoren gehen aber davon aus, dass Deutschland auch langfristig Wasserstoff aus Ländern importieren wird, die bessere Bedingungen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien haben.
Zudem braucht es eine passende Infrastruktur – je nach Nutzung: Leitungen für industrielle Anwendungen und große Distanzen, kleinere können per Lkw überbrückt werden. Der Aufbau eines Leitungsnetzes wird der Analyse zufolge aber Milliarden kosten.
Wie viel Wasserstoff wird wo produziert?
Die weltweite Produktion von Wasserstoff aller Herstellungsarten beziffern die Autoren mit rund 100 Millionen Tonnen. Größter Hersteller ist China, wobei das Gas dort vor allem mit Hilfe von Kohle produziert wird.
Welche Rolle spielen Europa und Deutschland?
Die EU will bis 2030 zehn Millionen Tonnen grünen Wasserstoff produzieren. Deutschland will etwa ein Viertel davon erzeugen. Das reicht allerdings nicht, um den Bedarf zu decken.