Faschingseröffnung Die Helmetzer Narren sind zurück

Helmut Engel

Sie haben nichts verlernt während Corona. Und: Nach drei Jahren gibt es ein neues Prinzenpaar.

Was für eine Faschingseröffnung. Der Bürgersaal war mit etwa 300 Besuchern brechend voll, alle waren begierig darauf, nach drei langen Jahren endlich wieder einmal einen „echten Helmetzer Fasching“ mitzuerleben. Doch der musste nach drei Jahren Tiefschlaf zunächst einmal mit dem lautstarken Helmetzer Faschingsruf „Helmetz, Schnitz und Baggela“ und mit einem dicken Schmatz der Prinzessin aufgeweckt werden.

Die Besucher wurden mit einem abwechslungsreichen Programm drei Stunden lang hervorragend unterhalten. Die Garden, Tanzpaare und Mariechen zeigten, dass sie schon zu Beginn der Session toll drauf sind. Dies lässt auf eine erneut erfolgreiche Saison hoffen; die gemischte Garde und das Tanzpaar Melina Weller und Julius Schumann haben sogar schon die Qualifikation für die Süddeutschen Meisterschaften in der Tasche. Auch drei neue Jugend-Paare haben zum ersten Mal vor Publikum auf der Bühne gestanden. Anja und Benjamin, Lena und Milan sowie Johanna und Maxim legten alle Scheu schnell ab und rissen das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Alle drei Paare tanzen nun in Lauda ihr erstes Turnier.

Die Garden haben gezeigt, dass sie während der Coronazeit nichts verlernt haben und haben ihre Marsch- und Schautänze in überzeugender Weise aufs Parkett gezaubert. Das macht bei den Besuchern Lust auf mehr, alle freuen sich auf die vier Prunksitzungen im Januar.

Die neuen Regenten Drei Jahre lang musste das 2019 inthronisierte Prinzenpaar Jenny I. und Nico III. das närrische Volk der Faschingsgesellschaft Helmbrechts coronabedingt regieren. Jetzt endlich, nach hoffentlich überstandener Pandemie, konnte bei der Faschingseröffnung im Helmbrechtser Bürgersaal ein neues Prinzenpaar gekürt werden: Ihre Lieblichkeit Romy I. und Seine Tollität Stephan II.

Die Arzthelferin Romy Reichert aus Schauenstein und der kaufmännische Angestellte Stephan Glaß aus Zell hatten sich erst im März auf einer Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes kennengelernt – „und da hat es gleich gefunkt“, bekundet das Paar, das Fröhlichkeit und Liebreiz ausstrahlt und wie geschaffen ist für die neue Aufgabe.

Romy ist praktisch in der FGH aufgewachsen. Schon mit vier Jahren hat sie dort begonnen zu tanzen und sämtliche Jahrgänge, von den Minis bis zur Stadtgarde, durchtanzt. Jetzt trainiert sie die Minis. Ihre Mutter Karin ist seit vielen Jahren zuständig für die Kostüme und Vater Mathias ist seit langer Zeit Hofmarschall und Ordenskanzler. Trotzdem haben ihre Eltern erst zur Faschingseröffnung erfahren, dass Romy die neue Faschingsprinzessin ist, „was ich nie sein wollte“. Alle Eingeweihten haben dicht gehalten.

Stephan hatte bisher mit Fasching noch nicht viel am Hut, sein Hobby war und ist Fußball beim ATSV Münchberg-Schlegel. Trotzdem war er „nach einigen Schnäpsen“ auf der 60. Geburtstagsfeier des Elferrats-Mitglieds Udo Rausch sofort bereit, das Amt auszufüllen. „Ich habe gleich auf dem Bierfilz unterschrieben, bei Romy hat es aber noch viel Überredungskunst bedurft.“ Auch sie hat sich dann doch breitschlagen lassen, und beide freuen sich auf eine tolle Session 2022/23. Sie wollen nach dem Corona-Schlamassel ihrem Volk Spaß und Freude vermitteln; Prinz Stephan II. freut sich besonders auf seine Mitwirkung im Männerballett.

Termine der Prunksitzungen: 14., 21. und 28. Januar jeweils um 19 Uhr sowie am Sonntagnachmittag, 22. Januar, um 14 Uhr. Kartenvorverkauf am 27. November ab 9 Uhr im Vereinsheim am Fliegerweg; Restkarten gibt es im Frisör-Salon John in der Ludwig-Thoma-Straße.

 

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