Fast zwei Jahre Bauzeit Endlich freie Fahrt in Hadermannsgrün

Sandra Hüttner
Vertreter der Baufirmen, Wasserwirtschaftsamt, Planungsbüro, Amt für ländliche Entwicklung, Bürgermeisterin und Gemeinderat – alle freuten sich über die Fertigstellung von Kanal, Wasser und einem großen Teil des Straßenbaus. Foto: Hüttner

Nach 20 Monaten ist die Durchfahrt durch den Berger Ortsteil wieder frei. Die Anwohner haben allerdings weitere Forderungen.

Nach 20 Monaten reiner Bauzeit (ohne Winterpause) ist nun die Ortsdurchfahrt des Berger Ortsteiles Hadermannsgrün wieder für den Verkehr freigegeben. Für die Verkehrsteilnehmer hat sich eine wichtige Änderung ergeben: die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer durch den gesamten Ort. „Wir Hadermannsgrüner haben noch den Wunsch einer Sperrung für den Durchgangsverkehr“, teilt der Hadermannsgrüner Gemeinderat Wieland Spörl mit und betont, dass dieser Wunsch vehement verfolgt werde. „Möglicherweise auch über eine Petition, denn es geht um die Sicherheit aller, insbesondere unserer Kinder.“

Gleich zwei Baufirmen waren in Hadermannsgrün tätig, die Firma Scharnagl aus Annaberg-Buchholz und die Firma VSTR aus Rodewisch. Beide Baufirmen erhielten großes Lob. Bürgermeisterin Patricia Rubner (CSU) betonte, dass in Hadermannsgrün viel geleistet und zugleich viel Geld verbaut worden sei. Ralf Büntig, Geschäftsführer der Planer von USS-Consult aus Naila, bezifferte die Summe auf rund 5,5 Millionen Euro zuzüglich einer Million im Rahmen der einfachen Dorferneuerung. Kathrin Riedel vom Amt für ländliche Entwicklung teilte mit, dass die gestalterische Dorferneuerung noch ausstehe und je nach Haushaltslage der Gemeinde umgesetzt werden soll. „Die Pflichtaufgaben sind in einem einem Kraftakt bewältigt, nun gibt es wieder eine gute Situation in Hadermannsgrün“, sagte Riedel. Priorität bei der Baumaßnahme hatten Kanal und Abwasser, sozusagen Untergrundarbeiten und diese aufgrund der Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas). „Der große Teil des Straßenbaus fand in diesem Jahr statt und wird auch noch seine Fortsetzung in Richtung alter Dorfplatz finden“, erklärt Ralf Büntig. Bürgermeisterin Rubner spricht von einer historischen Leistung, die es in dieser Form in den kommenden Jahrzehnten nicht mehr geben werde: „Für mich ist Hadermannsgrün ein neues Dorf. Wer es von früher kennt, der weiß um die erhebliche Verbesserung.“

 

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