Der Faustball fristet in Deutschland oftmals ein Nischendasein. Dabei gibt es wohl kaum eine andere Sportart, in der Deutschland so erfolgreich ist. Dass es eben auch anders geht, zeigte sich in den vergangenen Tagen bei der Faustball-WM, die in Mannheim stattgefunden hat – und eine breitere Öffentlichkeit erreicht hat, als jede andere Weltmeisterschaft zuvor. Es machte sich der Eindruck breit, dass der Faustball auf dem Weg aus der Nische ist. Denn die Spiele in Mannheim wurden nicht nur im TV live übertragen, sondern zogen auch überraschend viele Zuschauer an. Wohl auch, weil die Veranstalter die WM zu einem Event ausgestaltet hatten – mit dem Höhepunkt des Finalwochenendes in der SAP-Arena. „Die Arena war in Sachen Präsentation unseres Sportes einzigartig“, sagte WM-Geschäftsführer Sönke Spille. „Das war ein Faustballspektakel, das die Mannschaften mit den Fans gemeinsam geschaffen haben, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.“