FC Vorwärts Röslau Mit breiter Brust nach Mitterteich

Szene aus dem Hinspiel im August: Der Röslauer Julius Brunner (rechts) und der Mitterteicher Kapitan Manuel Dürbeck, gehen gemeinsam zum Kopfball. Dürbeck fällt am Sonntag für das Derby verletzt aus. Foto: Michael Ott

Der FC Vorwärts Röslau will den Schwung aus dem Stadeln-Spiel am Sonntag mit ins Stiftland nehmen. Die Gastgeber brauchen allerdings­ dringend ein Erfolgserlebnis­.

Mitterteich/Röslau - Den Freitagabend, 6. August, werden die Fans und Fußballer des SV Mitterteich so schnell nicht vergessen: Die Stiftländer führten am dritten Spieltag im Landesliga-Derby beim FC Vorwärts Röslau bis zur 88. Spielminute mit 3:1, mussten sich am Ende, nachdem Hofweller zum 2:3 getroffen und Gezer in der Nachspielzeit einen umstrittenen Foulelfmeter zum 3:3 verwandet hatte, mit einem Remis begnügen. War dieses Spiel ein Knackpunkt für die Oberpfälzer? Fakt ist: Seitdem holten die Mitterteicher nur noch einen Punkt, stehen in der Gruppe A der Landesliga-Nordost derzeit auf dem letzten Tabellenplatz. Zuletzt setzte es sieben Niederlagen am Stück. Ganz anders die Entwicklung beim FC Vorwärts Röslau, der mit 22 Zählern auf dem dritten Rang rangiert und gute Chancen hat, am Ende die Aufstiegs-Playoffs zu erreichen.

An diesem Sonntag (Anstoß 15 Uhr) kreuzen beide Teams beim Rückrundenspiel an der Marktredwitzer Straße in Mitterteich erneut die Klingen. Für den Röslauer Coach Andreas Lang ist es eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Bevor er das Traineramt in Röslau übernommen hat, stand er vier Jahre an der Seitenlinie beim SV Mitterteich. Er kennt die Mannschaft aus dem Effeff, warnt deshalb seine Mannen eindringlich davor, den Gegner am Tabellenplatz zu messen. „Mitterteich war in vielen Spielen, das es zuletzt verloren hat, ebenbürtig, hat auch viel Pech gehabt“, hält Lang nach wie vor große Stücke auf seinen ehemaligen Verein. Er erwartet auf alle Fälle einen ganz heißen Tanz: „Die Mitterteicher werden mit aller Gewalt versuchen, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Die brauchen dringend ein Erfolgserlebnis.“ Beim Auswärtsspiel in der Vorwoche in Forchheim war der SVM schon nahe dran, vergab aber beim Stand von 1:1 in der Schlussphase einen Foulelfmeter und musste dann noch zwei Treffer zur 0:3-Niederlage hinnehmen. „Dieses Spiel hätte Mitterteich gewinnen müssen“, so Langs Erkenntnis aus der Videoanalyse.

Die Röslauer können freilich mit breiter Brust ins Stiftland reisen. Vor allem der 1:0-Heimsieg gegen Stadeln hat das Selbstvertrauen weiter gesteigert. „Das war ein ganz starker Auftritt, vor allem unsere Defensivabteilung war bombastisch gestanden“, war Lang voll des Lobes und forderte, den Schwung mit nach Mitterteich zu nehmen.

Allerdings war auch die katastrophale Chancenverwertung bei der Spielersitzung am Donnerstagabend nochmals ein großes Thema. „Wir müssen viel abgezockter vor dem Tor agieren“, machte Lang eine klare Ansage an seine Offensivabteilung.

Da sich bis auf Mahsun Deniz das Lazarett gelichtet hat, hat der Trainer bei der Aufstellung die Qual der Wahl. Deshalb sollen fünf Akteure, die dringend Spielpraxis brauchen, die zweite Mannschaft verstärken, die zeitgleich beim TV Selb-Plößberg antritt. Mit einem Erfolg in Mitter-teich könnten sich die Röslauer weiter in der Spitzengruppe festsetzen und sich eine gute Ausgangsposition für das am nächsten Samstag, 16. Oktober, 14 Uhr, anstehende Heimderby gegen Kickers Selb schaffen. Doch an Selb will Lang noch gar nicht denken: „Unser Fokus liegt voll auf Mitterteich, und das wird ein ganz schweres Spiel für uns.“

FC Vorwärts Röslau (Aufgebot): Blechschmidt (Kießling) – Knoblauch, Hermann, Krassa, Röthlingshofer, Lima, Grießhammer, Brunner, Benker, Onarici, Ponader, Hofweller, K. Gezer, Mal, Kurdoglu, Dadder. B.N.

 

Bilder