Netzsch-Arena Richtkrone für das Leuchtturmprojekt

Strahlende Gesichter beim Richtfest des Kabinentraktes an der Netzsch-Arena (vorne von links): Thomas Edelmann, Leiter der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge, Thomas Manzei und Jürgen Golly, Geschäftsführer der „Selber Wölfe GmbH“, Wolfsbau-Gesellschafter Moritz Netzsch mit seiner Ehefrau Melanie, Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und VER-Vorstandsmitglied Wolfgang Schwarzer. Foto: /Florian Miedl

Die Wolfsbau gGmbH feiert das Richtfest für den neuen Kabinentrakt an der Netzsch-Arena. Bis spätestens Ende August soll der bezugsfertig sein.

Meilenstein, Leuchtturmprojekt, Highlight – egal wie man den neuen Kabinentrakt an der Selber Eishalle auch nennen will: Über dem Rohbau schwebt seit Dienstag die Richtkrone. Die Wolfsbau gGmbH als Bauherr des Fünf-Millionen-Euro-Projektes an der Netzsch-Arena hatte zum Richtfest geladen, und die Freude über den bisherigen Baufortschritt war bei allen Rednern deutlich spürbar.

Als erster stattete der Wolfsbau-Geschäftsführer Uwe Hauer der Firma Kassecker und ihren Bauarbeitern seinen Dank ab. Auch und vor allem dafür, dass die Arbeiten im Zeitplan liegen.

Dem schloss sich Wolfsbau-Gesellschafter Moritz Netzsch an: Das Richtfest sei ein toller Meilenstein und ein spannender Schritt beim Bau des neuen Kabinentraktes. Die beauftragten Firmen haben nach seinen Worten unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen auf dem Bausektor Hervorragendes geleistet.

Drei Ziele

Netzsch verdeutlichte die drei Ziele, die man mit dem Bau verfolge: erstens eine Verbesserung der Infrastruktur für die Sportler und vor allem für den Nachwuchs, zweitens eine Aufwertung des Besucher-Erlebnisses und drittens eine gesteigerte Energie- und Kosteneffizienz. Dies erreiche man mit den neuen Umkleidekabinen, der Eventlounge, die den Übergang vom Kabinentrakt zur eigentlich Eishalle bildet und ebenfalls schon im Rohbau fertig ist, und einem ausgefeilten Energiekonzept. Das Fertigstellungsdatum sei mit dem 31. August gesetzt, damit die erste Mannschaft in ihrer zweiten DEL 2-Saison und auch der Nachwuchs am 1. September den Trainingsbetrieb aufnehmen können.

Klarer Auftrag

Freundlich, aber bestimmt machte Jürgen Golly, Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft „Selber Wölfe“ in seinem Grußwort etwas mehr Druck: Lächelnd merkte er an, dass er davon ausgehe, dass die Teams bereits zum 15. August einziehen können. Auch Golly dankte den Planern und Firmen für den sehr beeindruckenden Bau. „Wir freuen uns riesig auf den Einzug.“ Die Spieler haben nach Gollys Aussage ihren klaren Auftrag, nämlich den Klassenerhalt, erfüllt. Diesen klaren Auftrag wolle man nun weitergeben. Er laute: 15. August.

Gelebte Sportkultur

Zuvor hatte der Selber Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch von einem besonderen Tag gesprochen. Der Kabinentrakt sei ein Vorzeigeprojekt nicht nur für Selb, sondern für die gesamte Region. Die Stadt hätte ein solches Projekt keinesfalls alleine schultern können. Der Ausbau des Eishalle zu einem Eissportzentrum sei vor allem der Familie Netzsch zu verdanken. Pötzsch sprach von einem beeindruckenden Engagement. Es sei auch deutlich erkenn- und spürbar, dass die Bevölkerung hinter dem Projekt stehe und dankbar dafür sei. Dazu komme ein Verein, der das Gebäude ausfülle: „Diese gelebte Sportkultur ist nicht selbstverständlich.“

Echte Macher

Wie Pötzsch freute sich auch Thoma Edelmann, Chef der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge, der nicht nur die Grüße von Landrat Peter Berek überbrachte, sondern alle Beteiligten zu dem „wunderbaren Bauwerk“ beglückwünschte. Er nannte den neuen Kabinentrakt ein Leuchtturmprojekt, dass „uns als Region stark macht“. Der Landkreis werbe mit dem Solgarn „Freiraum für Macher“. An Moritz Netzsch und dessen Frau Melanie gewandt sagte Edelmann: „Solche Macher wie Sie brauchen wir.“

Humor bewies Bernd Fürbringer, geschäftsführender Gesellschafter der Kassecker-Gruppe: Er sei froh, dass es keine weiteren Grußworte gebe, sonst wäre das Einzugsdatum noch weiter nach vorne gerückt. Nichtsdestotrotz könne er im Namen aller Partner ein gutes Ende versprechen. Gerade ein solches Projekt in der Region sei ein besonderer Ansporn: „Wir legen uns ins Zeug.“

Der Richtspruch blieb Projektleiter Günter Siegl vorbehalten, der auf und mit den Bauherren, den Planern und den Bauarbeitern anstieß.

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