Feilitzsch Blitzregen überschwemmt Keller und Straßen

Nach dauerhaftem Starkregen am Dienstagnachmittag kam es zu Überschwemmungen in der Gemeinde Feilitzsch und ihren Nachbardörfern. Die Kanalisation war mit den Wassermengen überlastet. Zahlreiche Einsatzkräfte waren bis tief in die Nacht vor Ort.

Feilitzsch - Es waren nur 15 Minuten, als am Dienstag gegen 16.30 Uhr ein heftiger Platzregen über Feilitzsch niedergeht. Die Folgen sind aber heftig: Überschwemmungen und voll gelaufene Keller in den Häusern einiger Dorfstraßen. Auch die Kanalisation war mit den Wassermassen kurzfristig überlastet und konnte in manchen Teilen des Ortes kein Wasser mehr aufnehmen.

60 Helfer der Freiwilligen Feuerwehren aus Feilitzsch, Schollenreuth, Unterhartmannsreuth und Zedtwitz waren rechtzeitig vor Ort und kümmerten sich um die Keller von Wohnhäusern, in denen das Wasser zwischen 20 und 40 Zentimeter hoch stand.

Schutzwälle aus Sandsäcken

Wie Steffen Benkert, Kommandant der Feilitzscher Wehr, auf Nachfrage der Frankenpost mitteilt, waren die Kameraden der Wehren bis nach Mitternacht damit beschäftigt, die Keller auszupumpen, überflutete Straßen von Schlamm zu befreien und vor besonders gefährdeten Häusern einen Schutzwall aus Sandsäcken zu errichten. „Am Ende waren es sieben Keller, aus denen wir das Wasser herauspumpen mussten. Zusammen mit Mitarbeitern des Bauhofs haben wir Schlamm und eingespültes Geröll von den Straßen entfernt“, berichtet der Einsatzleiter von der Aktion, die bis in die Nacht hinein dauerte. „Die Feuerwehr aus dem benachbarten Mödlareuth konnte uns nicht helfen. Die Kameraden waren in ihrem eigenen Dorf damit beschäftigt, den Wassermengen Herr zu werden. Sie mussten drei Keller leerpumpen und die Dorfstraßen reinigen.“

17 Einsätze

Für die Einsatzkräfte war es eine lange Nacht. Nachdem die Arbeit vor Ort erledigt war und alle betroffenen Bürger wieder bedenkenlos in ihren Häusern die Nacht verbringen konnten, ging es für die Brandschützer weiter: „Wir haben unser Arbeitsmaterial noch gereinigt - gegen 1.30 Uhr war Dienstschluss“, fasst Kommandant Benkert den Einsatz zusammen.

Matthias Gausche, Schichtleiter der Integrierten Leitstelle Hochfranken (ILS), berichtete von insgesamt 17 Einsätzen, davon 14 in Feilitzsch, die der Leitstelle gemeldet wurden.

„Der Starkregen am Spätnachmittag des Dienstags hat sich nur auf einen kleinen Bereich bei Feilitzsch und Mödlareuth konzentriert, aus anderen Regionen erhielten wir keine Meldungen“, berichtet Gausche mit Blick auf die Einsatzstatistik.

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