Die eidgenössischen Skigebiete haben jedoch andere Standortvorteile. Dazu zählen die drei nah an den Alpen gelegenen internationalen Flughäfen in Zürich, Genf und Mailand, was überseeischen Gästen aus den USA oder Ostasien die Anreise erleichtert.
Skipass-Kauf verursacht Schmerzen
Viele Freizeit-Wintersportler haben den Eindruck, dass der Skipass zum Luxusartikel geworden sei. In Österreichs größter und ältester Skiregion am Arlberg kostet ein Tagesticket in der Hauptsaison 81,50 Euro, in Arosa-Lenzerheide in der Schweiz 77 Franken und in Garmisch-Partenkirchen 69 Euro. Bayerns alpine Skiregionen zeichnen sich dadurch aus, dass sie etwas günstiger sind als die große Konkurrenz in Tirol, Salzburg und Vorarlberg, aber dafür auch sehr viel kleiner. Am Arlberg haben die Gäste die Auswahl unter 300 Pistenkilometern, in Garmisch sind es lediglich 60. In den meisten bayerischen Skigebieten dominieren aber ohnehin die Tagesgäste.
Der Preisanstieg von Hotellerie und Gastronomie hat in Deutschland und Österreich in den vergangenen Jahren die allgemeine Teuerung noch übertroffen. Zudem sind die Realeinkommen in Deutschland von 2019 bis 2024 gesunken, wie den Zahlen des Statistischen Bundesamts zu entnehmen ist.
In der längerfristigen Betrachtung jedoch ist das Skifahren möglicherweise gar nicht so viel teurer geworden, zumindest für die Österreicher. So verglichen die Wiener Wirtschaftsforscher im vergangenen Jahr die Entwicklung von Realeinkommen und Skiurlaubskosten. "Der Vergleich legt nahe, dass zumindest für Herr und Frau Österreicher der Skiurlaub heutzutage sogar eher leistbar ist als noch vor 20 Jahren", sagt Ökonom Fritz.