Als Gottschalk nun am Freitagabend in Kitzbühel mit dem österreichischen Medienpreis Romy für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, verzettelte er sich im Laufe seiner Dankesrede erneut ein wenig. Hier war es dann Moderator Hans Sigl, der ihm herzlich zur Seite sprang. Und "Kurier"-Geschäftsführer Richard Grasl, der Gottschalk die Auszeichnung überreichte, mahnte mehr Nachsicht an: Wenn man 1.000 Mal was richtig mache, und ein halbes Mal vielleicht was nicht so ganz gut mache, bleibe man trotzdem ein Superstar.
Große Bestürzung bei Gottschalks einstigem Haussender
Gottschalk, der Superstar. Der stets fröhliche und lässige Unterhalter, der mit seiner schlagfertigen, flapsigen Art ein Millionenpublikum unterhielt. Seine Bühne war über Jahrzehnte insbesondere das berühmte Sofa der ZDF-Show "Wetten dass..?". Von 1987 bis 2011 - von einer zweijährigen Unterbrechung abgesehen - sowie in drei Sonderausgaben 2021, 2022 und 2023 führte er durch die größte Show Europas.
Dabei zeichnete er sich nicht nur als Sprücheklopfer in schrillen Klamotten aus, sondern auch als Menschenfreund. Einer, der selbst das Scheinwerferlicht genoss, der die große Bühne aber immer auch teilte - mit Rockstars und Hollywood-Ikonen ebenso wie mit Wettkandidaten. Er wurde nicht hämisch oder vernichtend, wenn ein Kandidat seine Wette versemmelte. Da zeigte er Menschlichkeit.
Bei seinem einstigen Haussender ist die Bestürzung nach Gottschalks Krebsdiagnose groß. ZDF-Intendant Norbert Himmler teilte mit: "Die Nachricht hat uns sehr betroffen gemacht. Wir wünschen Thomas von Herzen, dass seine Lebensfreude und sein Optimismus ihm dabei helfen, die Krankheit zu besiegen."