Festakt 50 Jahre THW Naila

Sandra Hüttner

Die Helferinnen und Helfer erhalten großes Lob für ihr Engagement. Und für die beachtliche Entwicklung des Ortsverbands, der immer wieder in Notfällen hilft.

Sie alle versammelten sich auf der Bühne, um ihre Ehrungen entgegenzunehmen. Foto: Hüttner

Das Technische Hilfswerk Naila (THW) hat sein 50. Jubiläum mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür gefeiert. „50 Jahre Ortsverband Naila bedeutet auch: 50 Jahre Menschen, die sich als Helferinnen und Helfer in den Dienst am Nächsten gestellt haben“, betonte Zugführer Sven Deuble. Diese hätten sich stets den unterschiedlichsten Herausforderungen gestellt, ob bei Hochwasser, Autobahnunfällen, Bränden oder in der Pandemie. „Die Helferinnen und Helfer haben alles mit Bravour gemeistert.“

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Zugleich dankte der Zugführer den Arbeitgebern, die die Einsatzkräfte bei Bedarf freistellen. „Das ist gerade in der Zeit des Fachkräftemangels nicht einfach und hoch anzurechnen.“

Ortsbeauftragter Klaus Knörnschild gab einen Einblick in die Entwicklung des Nailaer THW-Ortsverbandes, erinnerte an wichtige Stationen und dankte seinen Vorgängern im Amt für die Investitionen. Nun könne sich ein leistungsfähiger Ortsverband präsentieren. Bürgermeister Frank Stumpf, zugleich stellvertretender Landrat, erklärte, die Stadt und der Landkreis seien stolz auf den THW-Ortsverband, die schlagkräftige Mannschaft, die Ausrüstung und die Gebäude. „Wir haben als Stadt in unserer Größenordnung mit dem Ortsverband ein Alleinstellungsmerkmal.“ Die THWler hätten nicht nur regional und überregional, sondern auch international einen guten Namen: Stumpf erinnerte an Einsätze im Ausland und und deutschlandweit. Auch der Bürgermeister sprach die funktionierende Zusammenarbeit mit den anderen Rettungsdiensten an sowie die erfolgreiche Jugendarbeit mit Mini- und Jugendgruppe. „Die Bürgerschaft kann mit dem THW vor Ort auf ein sicheren Gefühl bauen und weiß, dass sie im Notfall nicht allein gelassen wird.“

Die Landtagsabgeordneten Klaus Adelt (SPD) und Alexander König (CSU) erinnerten mit Beispielen an die Bedeutung des THW, lobten dessen breite Aufstellung mit Fahrzeugen, Ausrüstung und einer gut ausgebildeten Truppe. Kreisbrandrat Marco Kolbinger unterstrich das Miteinander von Feuerwehr und THW „und die kurzen Wege, wenn Hilfe notwendig ist“. Feuerwehrkommandant Marco Wagenlechner dankte für den Schutz der Bevölkerung und von Sachwerten durch das THW. „Ihr habt eine beachtliche Entwicklung vollzogen.“ Der Kommandant erinnerte an gemeinsame Übungen, Einsätze und Projekte, beispielsweise das Befüllen von 1500 Sandsäcken.

Die Geschäftsführerin der Regionalstelle Hof, Silvia Gulden, bilanzierte: 50 Jahre THW bedeute fünf Jahrzehnte Zusammenhalt und Kameradschaft. Der Politik gab sie den Wunsch nach mehr Unterstützung für die Blaulichtorganisationen mit. Vieles an Zivil- und Katastrophenschutz werde im Ehrenamt gestemmt.

„Die Helfervereinigung begleitet den THW-Ortsverband seit 1987“, berichtete deren Vorsitzender Gerald Fischer. Engagement, handwerkliche Fähigkeiten und Fachwissen seien beeindruckend.

Fischer hatte ein Geschenk dabei, vorerst noch als Bild: eine Schaufel mit hydraulischer Niederhaltung als Ersatz für den Teleskop-Hublader „Merlo“ – ein lang gehegter THW-Wunsch in Naila .

Ehrungen und ein Amtswechsel

Seit 50 Jahren im Dienst ist Gründungsmitglied Heiko Steifer. 40 Jahre Dienst: Werner Meyer und Adolf Ebert, 30 Jahre Jens Hartmann und Markus Gemeinhardt, 25 Jahre Sascha Knipp und Thomas König, 20 Jahre Benjamin Schmidt, Michael Steiner, Torsten Schaller, Christoph Winkler, Marco Knörnschild und Michael Heller. Zehn Jahre André Hensel, Matthias Ultsch, Jonas Becker, Sven Deubler und Dominik Richter. Das Helferzeichen in Gold mit Kranz erhielten Benjamin Schmidt und Dominik Schultz sowie Ortsbeauftragter Klaus Knörnschild, der zudem die Ehrung für 20 Jahre Dienstzeit erhielt und die Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Einsatzmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen. Letztgenannte Ehrung erhielten auch: Björn Blanke, Sven Deubler, Mirjam Hans, Wolfgang Hans, André Hensel, Sascha Knipp, Marco Knörnschild, Svenja Telle, Dominik Walter, Werner Meyer, Benjamin Schmidt, Bastian Schultz, Dominik Schultz, Matthias Steiner-Pitsch und Michael Wirth. Das Helferzeichen in Gold können sich Björn Blanke, Sven Deubler, Mirjam Hans, Wolfgang Hans und André Hensel ans Revers heften. Zugführer Sven Deubler gab bekannt, dass der Leiter der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen, André Weiß, sein Amt nach 20 Jahren abgibt. Dieses übernimmt künftig Christoph Weiß.