Feuerwehr Hohenberg Seit 150 Jahren im Dienst am Nächsten

Bei einer Vorführung retteten die Aktiven der Feuerwehr eine verletzte Person aus einem umgestürzten Auto und übergaben ihn dem Rettungsdienst. Foto: Feuerwehr Hohenberg

Die Feuerwehr Hohenberg feiert ihr Jubiläum standesgemäß. Neben vielen Ehrengästen sind auch befreundete Brandbekämpfer aus dem Ausland dabei.

 
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Mit einem Festtag hat die Feuerwehr Hohenberg auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückgeblickt. Dabei wurden die Gründerväter, der königliche Kommerzienrat Albert Hutschenreuther, ein Enkel des Bruders des Gründers der Porzellanmanufaktur Carl Magnus Hutschenreuther, und der Bürgermeister der Stadtgemeinde, Kommerzienrat Heinrich Wolf, gewürdigt. Sie etablierten 1873 die Wehr und den Verein. Albert Hutschenreuther wurde der erste „Feuerwehrhauptmann“ und Heinrich Wolf der erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins.

Der Jubiläumstag begann laut einer Mitteilung der Wehr mit einem Tag der offenen Tür am und im Gerätehaus der Feuerwehr. Neben, einer Technikschau und einer Schauübung. Die kleinen Besucher tobten sich in einer Hüpfburg aus.

Schmissige Blasmusik

Den offiziellen Festabend in der Stadtturnhalle eröffnete die vereinseigene „Hohbercha Feierwehrkapelln“ mit schmissiger, bayerisch-böhmischer Blasmusik, verstärkt durch den niederösterreichischen Posaunisten „Pauli“ Kropik, Ehrenhauptlöschmeister der Feuerwehr Hohenberg an der Traisen.

Vorstand Dominik Herzog begrüßte den Schirmherrn, Ehrenkommandant Wolfgang Wilhelm, und den Ehrenvorsitzenden Alfred Schricker sowie den stellvertretenden Landrat Roland Schöffel, Bürgermeister Jürgen Hoffmann mit Stadträten und die Bürgermeister der Nachbargemeinden. Mit dabei waren auch Kreisbrandrat Wieland Schletz, Vertretungen der benachbarten Feuerwehren und die befreundete Feuerwehr aus dem tschechischen Liba (Liebenstein) sowie die zahlreich aus Niederösterreich angereisten Freunde der Partnerfeuerwehr Hohenberg an der Traisen mit Bürgermeister Ferdinand Lerchbaumer.

Fuhrpark auf neuestem Stand

In seiner Festrede skizzierte Kommandant Florian Korb die Historie der Feuerwehr in Hohenberg und das Einsatzgeschehen. Im Laufe der Zeit hätten demnach Ausrüstung, Schutzkleidung und Ausbildung immer wieder den gestiegenen und erweiterten Aufgaben angepasst werden müssen. Dank der Unterstützung der Stadt, des Landkreises und auch der Gönner aus der heimischen Wirtschaft sei man bestens für die anstehenden Aufgaben gerüstet. Mit dem im letzten Jahr angeschafften neuen Löschgruppenfahrzeug HLF 10 sei auch der Fuhrpark auf dem neusten Stand. Korb betonte auch die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehr für den Schutz der Bevölkerung.

Bürgermeister Hoffmann, ging neben seinem Rückblick auch auf die Anschaffungen im Bereich Fahrzeuge und Schutzkleidung in der letzten Zeit ein. „Doch Fahrzeuge und Gerätschaften alleine löschen keine Brände oder retten Menschenleben. Vielmehr erfordert dies eine hohe Qualifikation der Feuerwehrleute, die nur mit ständigen Fortbildungen erlangt und gehalten werden kann“, lobte Hoffmann, selbst aktiver Feuerwehrmann „seine“ Wehr. Es sei nicht nur die Erfüllung der Aufgaben beim Löschen, Retten und beim Helfen, sondern vor allem das besondere Engagement, das die Feuerwehrfrauen und -männer in Hohenberg auszeichne.

Hervorragende Jugendarbeit

Auch stellvertretender Landrat Schöffel, der die Grüße des Landkreises überbrachte, war beeindruckt von der Leistung der Feuerwehr und sprach seine Anerkennung aus. „Die Freiwillige Feuerwehr Hohenberg leistet im Bereich Jugend- und Kinderfeuerwehr Hervorragendes und ist eine verlässliche Säule im Feuerwehrwesen des Landkreises Wunsiedel“, anerkannte Kreisbrandrat Schletz die Arbeit der Hohenberger Wehr. Jan Rossmeisl, Kommandant der befreundeten Wehr aus dem tschechischen Liba gratulierte mit einer Floriansstatue und hoffte auf eine weitere gute Freundschaft und gedeihliche Zusammenarbeit.

Ehrenlandesfeuerwehrrat Helmut Warta und Hauptbrandinspektor Siegfried Warta gingen auf die bereits seit 40 Jahren bestehende Partnerschaft und Freundschaft der „beiden Hohenberger Wehren“ ein. Sie überreichten neben einer aus zehn unterschiedlichen Hölzern gefertigten, neunzig Zentimeter langen Löschspritzendüse einen 150 Kilogramm schweren eisernen Heizofen in dessen Wandung auf der einen Seite die Silhouette Hohenbergs und der Schriftzug „Freiwillige Feuerwehr Stadt Hohenberg a.d. Eger“ mit einem Plasmastrahl eingeschweißt waren und auf der Gegenseite das Wappen der Feuerwehr Hohenberg an der Traisen. Eine weitere Überraschung hatten die beiden Vertreter der niederösterreichischen Feuerwehr im Gepäck: Kommandant Florian Korb, Tanja Chlup, Robert Chlup und Vorstand Dominik Herzog wurden für ihre Verdienste um die internationale Verbundenheit der Feuerwehren mit der „Medaille 3. Stufe Bronze des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes für internationale Feuerwehrkameradschaft“ geehrt.

Vorstand Herzog und Kommandant Korb überreichten an die Gastredner und die Vertreter der Feuerwehren und der Vereine das Gastgeschenk: Eine polierte stählerne Flamme auf hölzernem Sockel mit der Inschrift „150 Jahre Feuerwehr Hosenberg a.d. Eger“.

Mit einem Dank an „alle, die diese Jubiläumsfeier ermöglichten und an die Gäste, die mit ihrem Kommen die Verbundenheit zur Feuerwehr zeigen“, schloss der Vorstand den offiziellen Teil. Alleinunterhalter„Hohbercher Michl“ unterhielt mit Schlagermusik die Gäste bis in die späte Nacht..

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