Selb - Kaffeeröster Rainer Flügel betreibt ein Geschäft in Selb und lebt in Höchstädt. Er ist zum ersten Mal beruflich beim Festival Mediaval: "Im Mittelalter gab es nur für die König Kaffee und der war ungenießbar. Für das Volk war das Getränk unbekannt und das soll beim Festival Mediaval natürlich anders sein. Mich hat das Festival vor zwei Jahren als Gast fasziniert und in diesem Jahr bin ich zum ersten Mal als Händler dabei. Als Revoluzzer bringe ich den schwarzen Kaffee auf den Markt am Goldberg und nächstes Jahr ziehe ich das Ding noch eine Nummer größer auf. Da nehme ich die Röstmaschine mit und dann wird der Goldberg einmal so richtig eingedubelt."

Seine guten Bekannten auf dem Goldberg nennen Sebastian Kunze bloß Langos-Basti. Er ist ein Urgestein der Verpfleger. "Ich bin seit dem ersten Jahr dabei. Es ist schon immer eine Gurkerei, vom Harz mit dem Hänger nach Selb zu fahren, aber das ist ja normal. Das ist, wenn wir an die holländische Grenze oder an die Ostsee fahren, das gleiche. In Selb ist die Atmosphäre schon eine besondere. Es ist ein netter Markt mit gut ausgewähltem Angebot. Tagsüber geht jeder seinem Geschäft nach und abends lässt man den Tag gemeinsam ausklingen. Bei uns ist das wie bei Omnia und Faun, wir kommen immer wieder", sagt er lachend.

Ob sie schon fünfmal da war, weiß Filzhändlerin Susanne Saathoff schon nicht mehr so genau. "Da müsste ich nachrechnen", sagt sie. "Selb ist für mich ein besonderes Festival, mir gefallen der familiäre Charakter und die Atmosphäre. Das kenne ich nur in Selb und nirgendwo anders in Deutschland. Die Leute kommen und bleiben das ganze Wochenende. Sie laufen immer wieder einmal an meinem Marktstand vorbei, da findet man auch persönlich zueinander. Von dem Festival habe ich durch Veranstalter Bläcky Schwarz erfahren. Er war in Brüssel mein Stand-Nachbar."