Martin Winter ist katholischer Pastoralreferent und lebt in Selb, stammt aber aus der Oberpfalz: "Wo ich herkomme, hat der Namenstag noch eine größere Bedeutung als hier." Nachdem Martin Winter tatsächlich nach dem Heiligen Martin benannt ist, ist ihm dieser Freitag persönlich wichtig. Beruflich natürlich auch: "Bei mir gehen die Feierlichkeiten schon am Vortag los, wir zeigen in der Erkersreuther Grundschule ein Martinsspiel." Mit den Kleinen des katholischen Kindergartens Herz Jesu feiert Martin Winter auch, es gibt einen Laternenumzug und ein Geschenk für die Kinder: "Das Martinsbrot ist ganz wichtig für sie. Es ist ein guter Brauch, dass sie es auch untereinander teilen. Auch wenn das vielleicht nicht immer alle machen", sagt er schmunzelnd. Ernst ist ihm aber die Botschaft des Heiligen, zu teilen. "Sie ist aktuell: Sankt Martin ist auch der Schutzpatron der Flüchtlinge. Hut ab vor allen, die mit ihnen teilen." Es sei die rechte Zeit, ein Licht in die Welt zu bringen - nicht nur mit der Laterne in der Hand.