Premierenlesung in Hof Jacqueline Lochmüller veröffentlicht neuen Fichtelgebirgs-Krimi

Ein verschwundener Junge, ein Toter bei Schweinfurt und offene Fragen: Im Krimi von Jaqueline Lochmüller geht es um zerrissene Familienbande und tödliche Geheimnisse.

Autorin Jaqueline Lochmüller mit ihrem neusten Krimi „Endstation Fichtelgebirge“ Foto: Archiv

Es beginnt in Bayreuth, mit einem vermissten Kind. Der Sohn einer alleinerziehenden Mutter verschwindet unter mysteriösen Umständen aus deren Wohnung. Den einzigen Hinweis liefern Blutspuren, die allerdings nicht von dem Jungen, sondern von dessen Vater stammen – doch der ist vor Jahren gestorben. Kurz darauf wird bei Schweinfurt ein Mann ermordet aufgefunden.

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Autorin mit Wurzeln in Bayreuth

„Endstation Fichtelgebirge“ ist ein Kriminalroman der Autorin Jaqueline Lochmüller. Lochmüller ist in Bayreuth aufgewachsen, zur Schule ging sie in St. Johannis und später ans WWG. In einem früheren Bericht unserer Redaktion erzählte sie, dass sie „ohne große Motivation“ in die Schule ging. Sie wollte arbeiten, wurde Bürokauffrau. Die Leidenschaft fürs Schreiben sei früh da gewesen. Nach der Trennung von ihrem Mann habe sie begonnen, ernsthaft zu veröffentlichen – zunächst erotische Texte und True-Stories unter Pseudonym. Später dann Krimis, die oft in der Region spielen.

Herbich und Breuer im vierten Einsatz

„Endstation Fichtelgebirge“ ist der vierte Fall für das Ermittlerduo um Kriminalhauptkommissarin Kristina Herbich und ihren Kollegen Konrad Breuer. Es ist ein Fall, der sich bald als erschütternd erweisen soll.

Während die Nachforschungen anlaufen, wird noch am selben Abend ein Lehrer aus seinem Unfallwagen geborgen – mit einem Messer im Bauch. Neben ihm im Auto: Eine flüchtige Ladendiebin. Zwei scheinbar unabhängige Ereignisse, die sich im Laufe der Ermittlungen auf dramatische Weise miteinander verflechten. Stück für Stück entfaltet sich ein Netz aus Lügen, verdrängten Wahrheiten und familiären Verstrickungen.

Während es Herbich und Breuer mit widersprüchlichen Aussagen, alten Geheimnissen und unberechenbaren Charakteren zu tun bekommen, wächst das Rätsel um Lennis Verschwinden. Durch packende Einblicke in das Innenleben einzelner Figuren entsteht eine spannende Dynamik, bei der die Leserinnen und Leser oft mehr wissen als das Ermittlerteam. Im Zentrum steht das unkonventionelle Duo Herbich und Breuer, die sich über ihren vierten gemeinsamen Fall näherkommen und dabei eine vielschichtige Entwicklung durchlaufen.

Jacqueline Lochmüller führt ihr Ermittlerduo regelmäßig an die Grenzen des Vorstellbaren. In ihrem ersten Einsatz verschwinden zwei kleine Mädchen spurlos, fast zeitgleich melden Angehörige in Bayreuth mehrere junge Männer als vermisst. Im zweiten Band wird eine junge Anhalterin ermordet aufgefunden, kurz nachdem Herbich sie an einer Landstraße abgewiesen hatte. In Fall drei entdeckt Breuer in einem verlassenen Bauernhof zwei mumifizierte Leichen kurz nachdem ein verurteilter Doppelmörder aus der JVA Bayreuth geflohen ist.

Jacqueline Lochmüller schreibt schonungslos ehrlich und spannungsgeladen, wobei sie Schicht für Schicht neue Wahrheiten offenbart. Ihr neuer Krimi ist eine Geschichte über Schuld, Identität und verdrängte Vergangenheit.

Endstation Fichtelgebirge erscheint im Emons Verlag, hat 336 Seiten und kostet 16 Euro. Die ISBN ist 978-3-7408-2472-3.

Die Premierenlesung findet am 28. August um 19 Uhr in der Buchgalerie im Altstadthof, Altstadt 36 in Hof statt. Eine weitere Lesung folgt am 10. September um 19 Uhr in der Bottles Bar, Sophienstraße 4 in Bayreuth.