Auch auf Gefäße hat körperliche Anstrengung einen positiven Effekt
Überschüssiges viszerales Fett wird aber bei Sport vor den anderen Fettpolstern abgebaut. „Das viszerale Fett loszuwerden ist entscheidend, um das Risiko für Herzkrankheiten zu senken“, sagt Christian Schmied.
Auch auf die Gefäße hat körperliche Anstrengung einen positiven Effekt, vor allem auf die Arterien, die das sauerstoffreiche Blut vom Herz in den Körper bringen. Sie bleiben bei Menschen, die aktiv leben, elastischer. „Durch regelmäßige körperliche Aktivität können Arterien schnell von weit auf eng stellen und umgekehrt, um den Blutdruck zu regulieren“, sagt Halle. „Man kann durch Sport also auch ein Stück weit das Gefäßsystem regenerieren.“
„Man sollte langsam anfangen und die Intensität stetig steigern – bei Vorerkrankungen am besten nach Absprache mit dem Arzt“, sagt Michael Leitzmann, Professor für Epidemiologie und Präventivmedizin an der Uni Regensburg. „Aber sogar im fortgeschrittenen Alter oder bei Krankheit ist es immer noch besser, sich zu bewegen, als es sein zu lassen.“
Sport aktiviert den Teil des Nervensystems, der beruhigend wirkt
Schlaf
„Die Muskulatur arbeitet für unsere Gesundheit, sogar dann, wenn wir schlafen“, sagt der Kardiologe Christian Schmied. Dies wird über das Nervensystem vermittelt. So sinken Ruhepuls und Blutdruck bei Menschen, die regelmäßig Sport treiben. Sport macht Ruhe erholsamer und den Körper bei Belastung effizienter. Parasympathikus
Wer sich sportlich betätigt, ist nach der aktiven Phase entspannter – auch psychisch. Sport aktiviert den Parasympathikus, den Teil des Nervensystems, der beruhigend wirkt. Vermittelt wird dies etwa dadurch, dass nach Anstrengung die Ausschüttung von aktivierenden Botenstoffen gedrosselt wird.
Psyche
Dies hat auch Einfluss auf den Herzschlag, der sich verlangsamt. Auch der Blutdruck sinkt. Wahrscheinlich werden durch Sport auch Botenstoffe ausgeschüttet, die direkt positiv auf die Psyche wirkten. Studien legen nahe, dass Menschen, die sich regelmäßig bewegen, seltener eine Depression entwickeln.