Es liegt nahe, dass Hitzewellen und Dürren Folgen des menschengemachten Klimawandels sind. Wissenschaftlicher Konsens besteht darin, dass die durch menschliche Aktivitäten verursachten Klimaveränderungen die Wahrscheinlichkeit, Intensität und Dauer solcher Ereignisse deutlich erhöht hat.
Was uns die Funde über die Geschichte verraten
Für große Schriftsteller wie den Italiener Claudio Magris (geb. 1939) oder den Ungarn Peter Eszterhazy (1950-2016) ist die Donau nicht bloß ein Fluss, sondern eine Metapher für den gemeinsamen Kultur- und Gedächtnisraum der an ihren Gestaden lebenden europäischen Völker. Die Funde im ausgetrockneten oder kaum mit Wasser bedeckten Flussbett konfrontieren uns mit der Geschichte dieses ostmitteleuropäischen Raumes.
In seinem Buch "Donau. Biographie eines Flusses" (1986) hebt Magris das Verbindende des großen Stromes hervor. Er verwehrt sich aber gegen eine Idyllisierung, geht auch auf Kriege, Vertreibungen, Diktaturen ein. Die toten Soldaten, die Minen, Militärmotorräder und Kriegsschiffe, die der Fluss derzeit freilegt, erzählen von den blutigen Kriegen, die entlang dieser Wasserstraße geführt wurden.
Esterhazy wiederum ging als Meister der Post-Moderne im Roman "Donau abwärts" (1992) mit dem Objekt seiner Beschreibung spielerisch um. In seiner Prosa verflüchtigen sich alle klaren Festlegungen. Die Donau steht bei ihm mal für "die Geschichte", mal für die Literatur, mal für Europa als solches. Wer weiß: Die Story vom gestohlenen Opel Corsa, den das Rinnsal ausspuckte, hätte ihn vielleicht zu neuen Sprachspielen inspiriert.