Freitagfrüh, kurz nach 9 bei der Diakonie am Wittelsbacherpark: Eine Gruppe Menschen klingelt und wartet geduldig vor der Tür. Eine Mutter mit Kind und Aktenmappe unter dem Arm, zwei Frauen, zwei ältere Paare, eine Begleiterin: „Wir möchten Berechtigungsscheine für Lebensmittel abholen“, sagt sie. Und fragt sich durch für ihre Schützlinge. Szenen wie diese gibt es in diesen Tagen zuhauf in Stadt und Landkreis – genauso wie solche, bei denen Menschen mit Kleidung, Duschgel und Spielsachen an Flüchtlingsunterkünften vorfahren. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesig, und sie scheint langsam kanalisiert zu werden. Und doch ist alles im Fluss – und wird es auch bleiben. Eine Bestandsaufnahme am Freitagmittag.