Förderprogramm Waldershof unterstützt Bauherren

Für das Anwesen Walbenreuther Straße 1 (links) gibt es schon Planungsvorschläge. Noch nicht geklärt ist, ob die Stadt oder ein Investor für die notwendige Umgestaltung verantwortlich zeichnen wird. Foto: Oswald Zintl

Im Rahmen der Stadtsanierung profitieren private Investoren vom Programm der Kommune. Die Stadt erhöht zum 1. Mai die maximale Fördersumme auf 50 000 Euro.

Waldershof - Die Stadt Waldershof aktualisiert das kommunale Förderprogramm, das private Baumaßnahmen im Rahmen der Stadtsanierung unterstützt. In der Stadtratssitzung machte Bürgermeisterin Margit Bayer deutlich, dass die Neuauflage zusätzliche Anreize für private Baumaßnahmen bietet.

40 Prozent zulasten der Stadt

So wird ab 1. Mai die Förderung auf 30 Prozent der Bausumme erhöht, die maximale Fördersumme liegt nun bei 50 000 Euro und wird gegenüber der Altfassung verdoppelt. Dabei gehen 40 Prozent zulasten der Stadt, die restlichen 60 Prozent werden als staatlicher Zuschuss von der Regierung der Oberpfalz gewährt. Die maximale Förderhöhe ist unterteilt in die Bereiche Instandsetzung, Neu- und Umgestaltung von Fassaden einschließlich Fenster und Türen sowie für Verbesserung an Dächern und Dachaufbauten bei gleichzeitiger Wärmedämmung mit 25 000 Euro, für die Herstellung und Umgestaltung von Einfriedungen, Toren, Außentreppen und Hofräumen mit öffentlicher Wirkung sowie Begrünung und Entsiegelung von Flächen mit öffentlicher Wirkung mit 5000 Euro und Modernisierungsmaßnahmen zur Anpassung des Gebäudes an moderne Wohnverhältnisse wie Grundrissverbesserungen, seniorengerechtes Wohnen und Barrierefreiheit mit 20 000 Euro. Zusätzlich wird ein Geschäftsflächenprogramm mit einer Förderhöhe von 10 000 Euro angeboten.

Fraktionen zufrieden

Der Sprecher der CSU-Wählerbund-Fraktion, Maximilian Kastner, ist überzeugt, dass die Neufassung des Förderprogramms zukünftig mehr Resonanz bei den Hausbesitzern findet und ruft dazu auf, die kostenlose Beratung zu nutzen. Winfried Neubauer von den Freien Wählern dankte der Verwaltung, dass die Anregungen der Fraktionen berücksichtigt wurden. „Die Anpassung war durch die gestiegenen Baukosten zwingend notwendig und wir hoffen, dass viele Bürger das verbesserte Angebot nutzen“, erklärte SPD-Sprecher Jürgen Ranft.

Mario Rabenbauer, Referent für Innenstadtentwicklung, begrüßte die Neufassung des kommunalen Förderprogramms als wichtigen Hebel gegen drohenden Leerstand. Für Mario Rabenbauer und seinen Mitstreiter Gerhard Greger im Referat Innenstadtentwicklung ist das neue Förderprogramm ein herausragendes Werkzeug zur Bestandssicherung.

150 000 Euro im Haushalt

Insgesamt sind im Haushalt 2021, dieser ist noch nicht verabschiedet, 150 000 Euro für das Förderprogramm eingeplant. „Bei einer vollen Ausnutzung dieses Fördertopfes können sieben Gesamtmaßnahmen unterstützt werden“, zeigt sich Bürgermeisterin Margit Bayer zuversichtlich. Oskar Kastner von den Freien Wählern erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es auch steuerliche Begünstigungen für die Hausbesitzer bei Modernisierungsmaßnahmen gebe: „Alles in allem ein gutes Paket.“

Zum Thema Leerstand im Markt teilte Bürgermeisterin Margit Bayer mit, dass die Stadt die Anwesen Markt 55 und Walbenreuther Straße 1 käuflich erworben hat. Für das Anwesen Walbenreuther Straße 1 gibt es bereits einen Planungsvorschlag. Ob hier die Stadt Waldershof oder ein Kaufinteressent die Maßnahmen durchführt, steht noch nicht fest. Für das Anwesen im Markt 55 sind laut Bayer noch keine Überlegungen angestellt worden. „Baulücken sollen auf jeden Fall vermieden werden“, ergänzt das Stadtoberhaupt.

Um das Genehmigungsverfahren zu vereinheitlichen und zu beschleunigen, erteilte der Stadtrat einstimmig der Verwaltung die Ermächtigung zur Bewilligung der Zuschüsse. Laut Geschäftsordnung liegt der Höchstbetrag von 20 000 Euro in der Zuständigkeit der ersten Bürgermeisterin.

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