Förmitzspeicher Wasserrettung muss gelernt sein

Sandra Hüttner

Die Kreiswasserwacht Hof hat am Wochenende zehn Aktive zu Wasserrettern ausgebildet. Sie kommen aus den Ortsgruppen Schwarzenbach an der Saale, Schwarzenbach am Wald, Rehau, Hof und Helmbrechts.

Schwarzenbach an der Saale - Badetemperaturen hat der Förmitzspeicher nicht mehr – und doch befanden sich am Wochenende Schwimmer im Wasser, Motorboote gaben Vollgas... die Kreiswasserwacht Hof bildete Wasserretter aus.

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Mitglieder aus fünf Ortsgruppen machten mit; die Ausbildung ist auch Voraussetzungen für alle weiterführenden Schulungen wie Taucher oder Motorbootführer. Vermittelt werden alle Ausbildungsinhalte, die für den Wachdienst notwendig sind. Die Schulung umfasst die Vertiefung von notfallmedizinischen Kenntnissen, Üben von Rettungen auch aus fließenden Gewässern und das Trainieren mit dem Boot. Wer Wasserretter ist, hat auch die Grundqualifikation im Sanitätsdienst und kann diesen bei Veranstaltungen übernehmen.

Am Samstag stand das Üben für die tags darauf stattfindende Prüfung im Mittelpunkt. Spaziergänger und Radfahrer verfolgten das Geschehen. Wasserretter arbeiten immer im Team, und so gab es drei Gruppen mit je vier Prüflingen, die gemeinsam einen internistischen und chirurgischen Notfall abarbeiten, außerdem einen Tauchunfall und „Wassernot 1“, was bedeutet: Eine hilfsbedürftige Person im Wasser. Sieben Einsatzkräfte simulierten die Notfälle, zwölf Ausbilder gaben den angehenden Wasserrettern Ratschläge, um sie für die Prüfung zu wappnen. René Mailänder agierte als Chefausbilder. Insgesamt sechs Tage haben die Wasserwachtler in ihre Ausbildung investiert, darunter auch 400 Meter Streckenschwimmen im Untreusee und Strömungsrettung in der Saale.

Acht Prüfer beobachteten mit Argusaugen die Prüflinge, mit dabei auch der Beauftragte Wasserrettung der Bezirkswasserwacht, Matthias Reg, und deren stellvertretender technischer Leiter, Robert Wondry. Zum Einsatz kamen zwei Schlauchboote und ein Bugklappenboot. Beim Tauchunfall agierte der Bezirksausbilder für Ober- und Mittelfranken, Günter Seiferth, als Darsteller und zugleich als Ratgeber. „Alles, was der Taucher nicht mehr benötigt, gleich im Wasser ablegen, das macht den Transport um einiges leichter“, erklärte er. Der Transport des verunglückte Tauchers an Land erfolgt mittels Combi-Carrier, ein schwimmendes zweigeteiltes Rettungsgerät; dann Erste Hilfe mit stabiler Seitenlage, Überprüfung der Vitalfunktionen, Meldung an die Leitstelle

Bei „Wassernot 1“ startet die „Crash-Rettung“: Das Motorboot fährt hinaus, und mittels Spineboards wird die Person aus dem Wasser aufs Boot gezogen und schnellstens ans Ufer gebracht. Und der chirurgischen Notfall: Der Verletzte befindet sich an Land, muss aber mit dem Boot transportiert werden. „Die Kommunikation zwischen Bootsführer und Wasserrettern ist ein Muss“, erläutert Marco Hagen.

Zehn neue Wasserretter zählt nun die Kreiswasserwacht, die in den Ortsgruppen Schwarzenbach an der Saale, Schwarzenbach am Wald, Rehau, Hof und Helmbrechts agieren.