Frankenwaldsee Lichtenberg 1000 Besucher bei Einweihung des Freizeitareals

Von Sandra Hüttner

Die Hofer Symphoniker  weihen die neue Seebühne am Frankenwaldsee in Lichtenberg ein. Mehr als 1000 Gäste  wohnen dem Ereignis bei. Die Verantwortlichen loben die  einzigartige Kulisse.

Grandios, genial, bezaubernd, traumhaft. Die Superlativen ließen sich fortsetzen. Die Redner bei der Einweihung der Seebühne am Frankenwaldsee, eingebettet in ein Konzert der Hofer Symphoniker, lobten das neue Areal für Kultur, Sport und Freizeit in vielfältiger Weise.   Der Applaus der über 1000 Gäste, die auf Bänken, Granitsteinquadern, Campingstühlen oder Picknickdecken auf der Liegewiese Platz genommen oder gefunden hatten, bekräftigte die Lobesworte.

Am idyllischen Frankenwaldsee steht nun die Seebühne, bietet Platz für Kulturveranstaltungen. Das marode Freizeitzentrum, eingeweiht in den 1970er-Jahren und seit 2001 leer stehend, ist gewichen und hat einer neuen Nutzung Platz gemacht.   Möglich geworden ist dies durch die Förderoffensive Nordostbayern, die Abriss und Neugestaltung mit 90 Prozent unterstützte. „Ohne die Förderung von 1,6 Millionen Euro hätten wir die Investition nicht stemmen können“, betonte der Lichtenberger Bürgermeister Kristan von Waldenfels.

Man kann getrost von einem Alleinstellungsmerkmal sprechen, denn die Zuhörer, Zuschauer, Gäste nehmen in einem großen Atrium aus heimischen Granitquadern Platz und schauen hinaus auf den See.  Davor befindet sich  die Seebühne, die Platz für Bands, Orchester, Redner bietet –  ein einmaliges Ambiente. Die Vorsitzende der  Herrmann-und-Bertl-Müller-Stiftung,  Gisela Strunz, betonte, dass es keine Überzeugungskunst gebraucht habe, um das Konzert mit den  Hofer Symphonikers als  Festakt zu gestalten.  Sie wies auf  die einzigartige Kulisse hin und verglich sie  mit der Arena in Verona.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz betonte, dass die schönen Momente, die Einweihung besonderer Projekte in Lichtenberg nicht abreißen. „Erst die Einweihung des Burgturmes, jetzt die Seebühne vor traumhafter Kulisse. Die ganze Region kann daran teilhaben.“ Piwernetz bilanzierte, dass die Seebühne gleich einem Orchester nicht als alleiniges Bauwerk dastehe, sondern in einem neugestalteten Areal mit renaturierter Liegewiese ihren Platz habe.

 Bezirkstagspräsident Henry Schramm versicherte, dass diese grandiose Kulisse jeden Euro wert sei. „Und ich stehe auch zu den fünf Millionen Euro für den neuen Konzertsaal im Haus Marteau, denn wenn in München drei Millionen für einen Konzertsaal ausgegeben werden, dann auch hier in Oberfranken etwas mehr“, betonte Schramm.

 Landrat Oliver Bär sprach von einem „beseelten Ort“ und unterstrich, dass es für dieses Projekt viele Väter und Mütter gebraucht habe. Er lobte die vielen Ehrenamtlichen, die an dem Projekt beteiligt sind:  „Ihr kümmert euch um das Gelände und auch um die Sicherheit am und im Wasser.“ Landrat Bär betonte, dass es Visionen, Mut und Unterstützer brauche, um Lebensqualität zu schaffen. „Lichtenberg ist mit seinen Projekten nicht mehr nur in aller Munde, sondern nun auch in aller Ohren.“ Dank gab es auch von Ingenieur Christian Schnabel vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Konradsreuth für die gute Zusammenarbeit, „die Möglichkeit, Großartiges schaffen zu dürfen“ und von Symphoniker-Intendantin Cora Bethke für das bezaubernde Ambiente, in dem die Musiker unter der Leitung von Ivo Hentschel Gast sein dürfen.

Das neue Areal  ist bereits für verschiedene Veranstaltungen gebucht: Matinee des Jugendsinfonieorchesters unter der Leitung von Benjamin Sebald am Samstag, den 2. Juli um 11 Uhr, Jubiläumskonzert des Gesangvereins Lichtenberg am 2. Juli um 19 Uhr, Gospelkonzert am Samstag, den 9. Juli um 18 Uhr, und nicht zu vergessen, als neue Kulisse für das Lichtenberger Heimat- und Wiesenfest, dass von Freitag, den 15. Juli bis Montag, den 18. Juli gefeiert wird.

 

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