Als Kylian Mbappé in der 77. Minute sichtlich gezeichnet den Rasen des WM-Stadions in Boston-Foxborough verließ und auf der Bank einen Eisbeutel auf den rechten Knöchel drückte, war das der einzige Moment des Abends, in dem sich bei Frankreich so etwas wie Sorge breitmachte. Sportlich war da längst alles entschieden. Mit 2:0 (0:0) setzte sich der Vizeweltmeister im ersten Viertelfinale dieser WM gegen Marokko durch – so kontrolliert, so unangestrengt, dass sich vor 63.811 Zuschauern eine Frage geradezu aufdrängte: Ist diese Mannschaft wirklich der überragende Topfavorit dieses WM-Turniers? Oder täuscht die Leichtigkeit der bisherigen Auftritte über die tatsächliche Belastbarkeit hinweg?
Frankreich bei der WM Die trügerische Leichtigkeit des Favoriten
Marcus Schädlich 10.07.2026 - 11:34 Uhr