Fredl-Fesl-Abend Vom Fan für die Fans

Einen Lobgesang auf den bayerischen Barden Fredl Fesl gab es beim Burgsommer. Gery Gerspitzer unterhielt mit lustigen Liedern und jeder Menge Sprüche. Foto: Michael Meier

Mit einer Hommage an Fred Fesl gastiert Gery Gerspitzer beim Burgsommer in Thierstein. Im Gepäck hat er den „Königsjodler“ und „Ritter Hadubrand“.

Wenn du einmal in Thierstein auf dem Sportplatz auftreten darfst – dann hast du es geschafft“, wurde Gerry Gerspitzer einmal aus berufenem Munde prophezeit. So gesehen, war der Sonntagabend nun der ultimative Ritterschlag für das Multitalent.

Das oberfränkische Original war mit seiner Hommage an den niederbayerischen Liedermacher und Musiker Alfred Raimund „Fredl“ Fesl zu Gast beim gut besuchten Burgsommer. „Ich bin seit vielen Jahrzehnten ein riesengroßer Fan von Fredl Fesl, tatsächlich habe ich alle Schallplatten zu Hause“, erklärte Gery Gerspitzer. „Aber ich bin nicht nur Fan von seinen Liedern und Geschichten, sondern auch von Fredl selbst, besuche ihn auch mindestens zweimal im Jahr.“ Und so war es kein Wunder, dass Gerspitzer mit einer großen Auswahl an Kultstücken aus der Feder des bajuwarischen Barden nach Thierstein gekommen war.

Lass ihn laufen diesen Lump

„Ein Hund hat vier Beiner, an jeder Ecken einer. Fünf Beiner hät, ausflippen tät“, erklärte er den Anwesenden die Anatomie des besten Freundes des Menschen. „Ein Auto, das nicht fährt, das ist - überhaupt nix wert. Opel, Opel Karajan,a jeder wüll an Opel ham - fährt man dann in den Graben, dann will ihn keiner haben“, lautete die bekannte Strophe aus dem Anlassjodler. Und immer wieder kam aus Gerrys Mund ein verschmitztes: „Ich freu mich.“ Nicht weniger erfreut dürfte das Publikum gewesen sein etwa über das Lied vom Ritter Hadubrand: „Der Ritter war ein finstrer Mann, den niemand richtig leiden kann; Mägdelein, sei nicht dump, lass ihn laufen, diesen Lump“. Die verrückte Kehlkopfakrobatik beim „Königsjodler“, war Gery Gerspitzer mehr als schräg gelungen. „Warum heißt es Pferdl? Weil es auf der Erde steht! Wenn es in der Luft wäre, hieße es Pfluftl“, erfuhren die begeisterten Fans am Sportplatz. Der Musiker geizte am Ende auch nicht mit Zugaben, teils auch aus eigener Feder, während das Team des Burgsommers die Besucher mit Gegrilltem und kühlen Getränken verwöhnte. Am kommenden Samstag geht es beim Burgsommer ab in die 60er- und 70er- Jahre: Ab 20 Uhr stehen „The Quinns“ auf der Bühne am Sportplatz und rocken mit Songs von Liverpool bis Woodstock.

Autor

 

Bilder