Freibad-Eröffnung in Arzberg Sommertraum geht in Erfüllung

Groß war die Vorfreude der ersten Gäste, die sich am Samstagvormittag in die Schlange vor dem Eingang zum Arzberger Freibad einreihten. Bürgermeister Stefan Göcking (rechts), der Vorsitzende des Schwimmbadfördervereins, Guido Schemm (Zweiter von rechts), und Bademeister Stefan Wolf (links) hießen sie willkommen. Foto: /Christl Schemm

Am ersten Tag der Freibadsaison in Arzberg freuen sich viele Gäste auf Sport und Erholung in der gepflegten Anlage. Auch unter Corona-Bedingungen macht das Schwimmen Spaß.

Arzberg - „Ein Traum!“, „Ach, hab´ ich mich auf diesen Tag gefreut!“, „Schöner kann´s doch gar nicht sein!“ So oder so ähnlich lauteten am Samstagvormittag die Kommentare der ersten Gäste, die sich schon seit Wochen auf das seidenweiche und beheizte Wasser des Arzberger Schwimmbads gefreut hatten. Als die Zeiger der großen Uhr auf der Badeplatte am Beckenrand immer mehr Richtung 9.30 Uhr rückten, hatten sich bereits viele Freibad-Hungrige in die Schlange vor dem Eingang eingereiht. Schnell noch mit der Luca-App registrieren oder das Anmeldeformular ausfüllen, ein Ticket kaufen oder die Dauerkarte zücken – und dann ruhig darauf warten, dass der Automat am Tor den Eintritt freigibt.

Bekannte Gesichter

Viele bekannte Gesichter sah man gleich in den ersten Minuten nach der Öffnung: Schwimmbadbesucherinnen und -besucher, die seit Jahren keinen Tag mit der Bewegung im Wasser missen möchten und sich regelmäßig treffen, um ihre Bahnen zu ziehen. Sie alle hatten sich darauf gefreut, dass ihr persönlicher Sommertraum in Erfüllung geht. Darauf, dass man sich jetzt wiedersehen und gemeinsam dem Freizeitsport im erfrischenden Nass nachgehen kann. Und so war der erste Sprung ins Wasser oder das langsame Eintauchen in die Fluten für die ersten Gäste ein Hochgenuss, auf den sie in den langen Corona-Wintermonaten hingefiebert hatten.

Bereits eine Stunde vor Beginn der Schwimmbad-Saison 2021 – die zweite unter Pandemie-Bedingungen – hatten sich Mitglieder des Schwimmbadfördervereins getroffen, um unter der Leitung von Vorsitzendem Guido Schemm und Bürgermeister Stefan Göcking die Vorgaben des Infektionsschutz- und Hygienekonzeptes zu besprechen. Die Schwimmbadfreunde werden auch in diesem Jahr den beiden Bademeistern Stefan Wolf und Peter Hahn zur Seite stehen, damit die Auflagen, unter denen das Freibad geöffnet werden durfte, erfüllt werden können.

Mit der Luca-App

Zum Beispiel dürfen pro Schicht am Vormittag und am Nachmittag maximal 250 Gäste das Bad besuchen. Im Becken können sich nicht mehr als 90 Frauen, Männer und Kinder gleichzeitig aufhalten. Vor dem Eintritt muss man sich wie im vorigen Jahr anmelden. Dies ist in diesem Jahr auch mit der Luca-App möglich. Im Eingangs- und Wartebereich, auf den Wegen und in den Sanitärräumen müssen die Gäste FFP2-Masken tragen. Es werden jeweils zwei Warmduschen für Damen und Herren unter Hygienevorgaben im Innenbereich geöffnet. Die Abstandsregeln müssen überall eingehalten werden. Und im Becken sind wie im vergangenen Jahr die einzelnen Bahnen durch Leinen abgetrennt, um die Schwimmerinnen und Schwimmer jeweils in nur eine Richtung zu lenken.

„Das hat im vergangenen Jahr dank der Mithilfe des Fördervereins der Schwimmbadfreunde und der Wasserwacht alles hervorragend geklappt“, sagt Bürgermeister Stefan Göcking. Er ist froh, dass sich auch in diesem Jahr zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer bereiterklärt haben, für die Aufsicht im Schwimmbad einen Teil ihrer Freizeit zur Verfügung zu stellen. Erleichtert ist der Bürgermeister auch, dass die Technik und die neue Heizung rechtzeitig funktionstüchtig sind. „Es ist nicht selbstverständlich, eine ohnehin defizitäre Einrichtung in Pandemie-Zeiten zu betreiben“, sagt der Rathaus-Chef. Doch er und die Mitglieder des Stadtrats hätten bewusst die Entscheidung getroffen, das städtische Freibad auch im zweiten Corona-Sommer zu öffnen und so den Menschen einige unbeschwerte Stunden bei Sport und Entspannung zu ermöglichen. „Ich weiß, dass unsere Gäste das sehr zu schätzen wissen“, betont Göcking. Dies hätten die vielen positiven Reaktionen nach der Saison im vergangenen Jahr gezeigt.

 

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