Freie Wähler & CSU Im Einsatz für die Wasserkraft

Jürgen Oberhauser, Hartmut Kolb, MdB Emmi Zeulner, Reinhard Moosdorf, Roland Groh Foto: privat

Emmi Zeulner und Rainer Ludwig kritisieren die Ampel-Regierung. Sie sehen auch im Landkreis Kulmbach Kraftwerke in Gefahr und fordern ein Umdenken.

Die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) hat in einem Schreiben das Osterpaket der Ampel-Regierung in Berlin kritisiert. Ihrer Meinung nach vernachlässigt das energiepolitische Konzept traditionelle und nachhaltige Methoden der Energiegewinnung, allen voran die Wasserkraft. „Wasserkraftwerke in Bayern haben Tradition, die es zu bewahren gilt. Allein im Landkreis Kulmbach gibt es rund 80 kleine Anlagen (bayernweit sind es etwa 4000). Gerade in der jetzigen Zeit ist davon jede Kilowattstunde wichtig“, betont die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner für den Bundeswahlkreis Kulmbach, Lichtenfels und Bamberg-Land.

Die Pläne der Regierung würden keine Förderung mehr für die Wasserkraftanlagen vorsehen, so Zeulner. „Wir als CSU im Bundestag setzen uns deshalb dafür ein, dass die Wasserkraft auch in Zukunft Bestand hat. Wir wollen diese Ressource nutzen anstatt billigend in Kauf zu nehmen, dass Wasserkraft zurückgebaut wird“, meint Zeulner. Die Anlage in Schlömen produziere beispielsweise genügend Strom, um rund 220 Menschen für ein Jahr versorgen zu können. Zudem seien Wasserkraft-Anlagen grundlastfähig.

Ins gleiche Horn bläst der Koalitionspartner der CSU in Bayern, die Freien Wähler. Der Kulmbacher Abgeordnete Rainer Ludwig nennt die Pläne „fatal“ und behauptet, die Bundesregierung wolle mit der Wasserkraft einen „sauberen und sicheren Energielieferanten canceln“. Die vom Bund geplante Streichung der Erneuerbare-Energien-Gesetz-Förderung von Wasserkraftanlagen bis 500 Kilowatt Leistung lehnt er strikt ab.

Die Ampelkoalition will ab 2023 die Einspeisevergütung für neue und modernisierte Kleinwasserkraftwerke streichen. Als Grund nennt Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) die besonders negativen Auswirkungen dieser Anlagen auf die Gewässerökologie. Habeck folgt damit der Argumentation zahlreicher Wissenschaftler. Sie beklagen seit Jahren, dass der Beitrag der kleinen Wasserkraftwerke zur Stromversorgung minimal sei , während die Dämme und Deiche für sie die Wanderwege der Fische abschneiden und in den Turbinen Zigtausende Fische sterben.

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