An den Schulen soll nach dem Willen von Bayerns stellvertretendem Ministerpräsidenten und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler gelockert werden. Bislang müssen diese im Unterricht aus Corona-Schutzgründen eine Maske tragen. Wenn es nach Aiwanger geht, soll der Nachwuchs von Oktober an am Sitzplatz wieder ohne diesen Atemschutz lernen dürfen. „Die Schülerinnen und Schüler sind ja mehrmals getestet. Deshalb ist es nicht notwendig, dass sie am Platz eine Maske tragen“, sagte er am Mittwoch im Redaktionsgespräch mit unserer Zeitung. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass an Schulen keine „Superspreader-Events“ vorkämen. Aiwanger, der bekanntlich nicht gegen Corona geimpft ist, sprach sich für weiterhin kostenlose Corona-Tests aus. Es sei falsch, sich in der Pandemiebekämpfung zu sehr auf das Impfen zu konzentrieren. „Im Zweifel ist Testen mindestens so sicher wie das Impfen“, sagte der Bundesvorsitzende der Freien Wähler. Aiwanger beklagte, es werde immer mehr Druck auf Ungeimpfte ausgeübt. Er prangerte an, dass die meisten Nicht-Geimpften bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne spätestens vom 1. November an keine Entschädigung mehr bekommen sollen. Einen entsprechenden Beschluss hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch mehrheitlich gefasst. Er könne nicht verstehen, weshalb in dieser Frage nur seine Partei entschlossen Widerstand leiste: „Niemand sonst hat rebelliert.“