Freiwillige Feuerwehr Marktredwitz Neue Drehleiter für die Wehr

Zum Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Marktredwitz gehört ab sofort die neue Drehleiter DLAK 23/12 (im Hintergrund); das Bild zeigt außerdem die Geehrten mit Oberbürgermeister Oliver Weigel (links). Foto: Michael Meier

Die Aktiven blicken auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Umso wichtiger sei, so Oberbürgermeister Weigel, eine optimale Ausstattung mit Geräten.

Marktredwitz - Zum Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Marktredwitz gehört ab sofort eine brandneue Drehleiter mit der Fachbezeichnung DLAK 23/12; das Fahrgestell stammt von Mercedes Benz, der Aufbau von Magirus. Die Drehleiter wurde im Rahmen eines kleines Festaktes in Dienst gestellt und der Feuerwehr von Oberbürgermeister Oliver Weigel übergeben. Das Fahrzeug dient vornehmlich der Rettung von Menschen und verfügt über einen Korb, der am sogenannten Leiterpark montiert ist. Dadurch ist es möglich, gerettete Personen sicher nach unten zu befördern.

Die Zahlen 23/12 stehen für eine erreichbare Rettungshöhe von 23 Metern bei zwölf Metern Entfernung des Fahrzeugs von der Anleiterstelle. In der Regel kann damit das siebte Geschoss eines Gebäudes erreicht werden. Den kirchlichen Segen für das neue Feuerwehrfahrzeug spendete Pfarrer Dr. Silfredo Dalferth.

Die besten Geräte

Zuvor hatte Weigel die Bedeutung der Wehr betont: „Es ist richtig und wichtig, dass die Feuerwehr die besten Geräte hat. In Corona-Zeiten musste jedoch vieles zurückbleiben, was für eine Wehr wichtig ist.“

Dass die „Aufrüstung“ gerechtfertigt war, zeigte deutlich der Jahresbericht des Stadtbrandinspektors und Kommandanten Maximilian Seiler, der an viele dramatische Augenblicke erinnerte. „Die Einsätze haben uns kapital erwischt“, beschrieb er das Jahr aus der Sicht der Aktiven. Und das war keinesfalls untertrieben: In diesem Jahr lösten große Brandereignisse und aufwendige Einsätze einander ab.

Dachstuhl – Fabrik – Tennishalle

Angefangen hatte das Jahr mit dem Feuer auf einem Bauernhof in Holenbrunn sowie dem Dachgeschossbrand im Ortsteil Brand. Im Februar hielt der große Fa-brikbrand in Elisenfels die Einsatzkräfte dann lange auf Trab. Und im Frühjahr war die Feuerwehr mehrere Tage bei einem tragischen Wohnhausbrand in Thiersheim im Einsatz. „Danach ereignete sich ein Dachstuhlbrand in Pfaffenreuth, und bei dem Feuer in der Marktredwitzer Tennishalle ergab sich wegen der brennenden Materialien ein sehr ungewöhnlicher Einsatz.“

Löscharbeiten an Wohn- und Gewerbegebäuden gab es in Leutendorf, und wegen eines Unwetters rückten die Marktredwitzer Helfer sogar bis nach Selbitz aus. Mit dieser Aufzählung seien jedoch noch lange nicht die vielen kleineren Alarmierungen, Unwettereinsätze und technischen Hilfeleistungen abgedeckt, so Seiler, zu denen das Team der Freiwilligen Feuerwehr habe ausrücken müssen.

104 Aktive

Eingangs hatte Bettina Seidel, die Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Marktredwitz, über die Zusammensetzung der Wehr informiert: „Die Mitglieder unseres Feuerwehrvereins setzen sich aus 104 Aktiven, 22 Jugendlichen, zwölf ,Feuerdrachen’, 34 Passiven und 105 Fördermitgliedern zusammen“, sagte sie. Da bei der Jahreshauptversammlung in diesem Jahr pandemiebedingt alles ein bisschen anders war, hatten sich die Mitglieder in der komplett bestuhlten großen Fahrzeughalle getroffen, und eine große Leinwand brachte ihnen die Ereignisse des vergangenen Jahres nahe. Bettina Seidel ließ hierzu die Aktivitäten Revue passieren. „Kreativität war und ist in der Corona-Zeit gefragt“, lautete ihr Fazit.

Ehrungen

Ein wichtiger Punkt des Abends waren auch die Ehrungen von Verein und Feuerwehr sowie die Bekanntgabe von Beförderungen. Hier verlasen Maximilian Seiler und Bettina Seidel zahlreiche Namen. Außerdem verlieh Oberbürgermeister Oliver Weigel Verdienstabzeichen der Stadt Marktredwitz. Vize-Kommandant Heinz Jahreis verlas die jeweiligen Punkteplatzierungen der Kameraden, berechnet nach ihrer Anwesenheit und Diensttätigkeit.

Kreisbrandinspektor Armin Welzel informierte schließlich über aktuelle Fakten rund um Feuerwehr und Katastrophenschutz.

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