Freiwillige Feuerwehr Weißenstadt nun Drehleiter-Standort

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe für die Drehleiter freuten sich die Mitglieder der FFW Weißenstadt mit ihren Gästen. Foto: Stadt Weißenstadt

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt nennt außerdem ein neues Mehrzweckfahrzeug ihr Eigen. Ihren Dienst versehen die Neuerwerbungen schon seit zwei Jahren; wegen der Pandemie wurden sie erst jetzt offiziell übergeben und gesegnet.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Weißenstadt freuen sich über ein neues Fahrzeug und eine neue Drehleiter. Zwar tun das Mehrzweckfahrzeug (MZF) 11/1 und die Drehleiter mit Korb (DLK) 30/1 bereits seit zwei Jahren ihren Dienst, wegen der Verzögerung durch die Pandemie konnten sie aber erst jetzt der Wehr offiziell übergeben werden.

Ehrengäste und Hersteller

Unter den Ehrengästen begrüßte der erste Kommandant Andreas Renner, wie es in einer Mitteilung der Stadt Weißenstadt heißt, Bürgermeister Frank Dreyer, mehrere Stadträte, Landrat Peter Berek, den zweiten Bürgermeister der Stadt Wunsiedel, Manfred Söllner sowie den Landtagsabgeordneten Martin Schöffel. Sein weiterer Gruß galt der Feuerwehr-Landkreisführung mit Kreisbrandrat Wieland Schletz, den Kreisbrandinspektoren Horst Wildenauer und Armin Welzel, Kreisbrandmeister Jürgen Pöhlmann, Ehren-Kreisbrandrat Gerhard Bergmann, Ehren-Kreisbrandinspektor Werner Schachtner, dem Ehren-Kommandanten der FFW Weißenstadt, Roland Renner und den Vertretern der umliegenden Feuerwehren, sowie den Vertretern der örtlichen Vereine. Auch die Herstellerfirmen waren vertreten mit Phillip Graß von der Firma Rosenbauer und Max Eichner vom Autohaus Mercedes Matthes.

118 000 Euro für Mehrzweckfahrzeug

Wie Andreas Renner ausführte, hatte die Wehr das neue Mehrzweckfahrzeug (MZF) auf Mercedes-Fahrgestell am 1. März 2020 von der Aufbaufirma Hensel in Waldbrunn bei Würzburg abgeholt. Der Mercedes Sprinter 416 CDI leistet 163 PS, verfügt über ein Automatikgetriebe und Allrad und wurde über das Marktredwitzer Autohaus Matthes bestellt. Neben der Normbeladung verfügt das Fahrzeug über einen Powermoon-Transformer, eine Seitenmarkise sowie eine Drohne mit Wärmebildkamera. Die Kosten beliefen sich auf 118 000 Euro – 55 000 Euro kostete das Fahrgestell, 63 000 Euro der Aufbau. Der Freistaat Bayern förderte die Anschaffung mit 16 300 Euro, sodass die Stadt Weißenstadt Eigenmittel in Höhe von 101 700 Euro aufbringen musste.

„Highlight Drehleiter“

Als eigentliches „Highlight“ bezeichnete der erste Kommandant jedoch die Feuerwehr-Drehleiter. Renner schildert, wie die Wehr zu dem neuen Fahrzeug kam – von den ersten Überlegungen bis zu dem Zeitpunkt, da die Drehleiter in Dienst gestellt wurde.

In Weißenstadt könnten, wie er sagte, viele höhere Gebäude mit normalen Rettungsmitteln nicht erreicht werden und auch die Hilfsfrist der umliegenden Drehleitern könne nicht eingehalten werden. Ein mittlerweile in Auftrag gegebener Feuerwehrbedarfsplan habe die Notwendigkeit der Drehleiter für die Stadt bestätigt.

Als die Stadt Wunsiedel einen Ersatz für ihre in die Jahre gekommene Drehleiter benötigte, beschloss man, gemeinsam mit der Stadt Wunsiedel jeweils eine baugleiche Drehleiter zu beschaffen. Hierzu schlossen beide Städten einen Vertrag. Dafür erhalten die Städte jeweils einen um zehn Prozent höheren staatlichen Zuschuss. Die Ausschreibungsunterlagen erstellte das Planungsbüro Dittlmann aus Passau.

Kooperation mit Wunsiedel

Bürgermeister Frank Dreyer sprach in seinem Grußwort von einem „besonderen Tag für die FFW Weißenstadt“. Beim MZF stellte er insbesondere die schnelle Einigung und zügige Beschaffung heraus. Im Haushalt der Stadt wurden daraufhin 750 000 Euro eingeplant. Dreyer dankte der Stadt Wunsiedel und der Freiwilligen Feuerwehr Wunsiedel für die gute Zusammenarbeit. Mit Stolz erklärte er Weißenstadt nun zum „Drehleiter-Standort“.

Landrat Peter Berek sagte, die Entscheidung, eine Drehleiter zu beschaffen, falle sicherlich nicht immer leicht. Da die Drehleitern auch überörtlich zum Einsatz kämen, gewähre der Landkreis eine zusätzliche Förderung.

Staatliche Mittel „gut angelegt“

Kreisbrandrat Wieland Schletz betonte den Bedarf dieses weiteren Rettungsmittels für die Stadt Weißenstadt. Damit werde nicht nur Weißenstadt, sondern der gesamte westliche Landkreis abgedeckt. Die Ausbildungen der künftigen Drehleiter-Maschinisten sei bereits eng mit der Feuerwehrschule Regensburg abgestimmt worden.

Weitere Grußworte sprachen Landtagsabgeordneter Martin Schöffel, der Weißenstadt zur Drehleiter gratulierte und betonte, dass die Zuwendungen des Freistaates Bayern hier gut angelegt seien. Dem schlossen sich Vertreter von Feuerwehren im Unterkreis – FFW Röslau, Marktleuthen, Kirchenlamitz, Niederlamitz und Voitsumra – an; stellvertretend für sie sprach der Kommandant der FFW Röslau, Heiko Tröger, sowie Vertreter der FFW Schwarzenbach an der Saale und der Partner-Feuerwehr Bischofsgrün.

Besondere Grüße entrichtete auch der Kommandant der Wunsiedler Wehr, Florian Barthmann, der sich ebenfalls für die gute Zusammenarbeit zwischen den Städten Weißenstadt und Wunsiedel sowie den beiden Feuerwehren bedankte.

Die Segnung der Fahrzeuge übernahmen schließlich Pfarrer Dirk Grießbach und Gemeindereferent Thomas Kern. red

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