Es war eigentlich die frohe Botschaft kurz vor Weihnachten: „Die Schlossbrauerei Friedenfels ist gerettet.“ Die Brauerei teilte damals mit, dass ein „strategischer Investor aus der Oberpfalz“ das Traditionsunternehmen übernehme. Ein Name wurde noch nicht genannt. Nur dass es sich um einen Branchenkenner handle, der über ein deutschlandweites Vertriebsnetz verfüge. Dieser Deal ist gescheitert, wie Johannes Freiherr von Gemmingen-Hornberg, Geschäftsführer der Schlossbrauerei Friedenfels GmbH, bestätigt. Auf nähere Gründe will er nicht eingehen. Nur so viel: „Wir waren schon relativ weit in den Gesprächen. Aber erst, wenn die Tinte unter dem Notarvertrag trocken ist, ist es eigentlich offiziell.“ Was er allerdings betont: „Die wichtigste Nachricht ist, dass meine Familie weiterhin komplett hinter dem Betrieb steht und es auch weiterhin Friedenfelser Bier gibt.“ Es gebe noch immer mehrere Kaufinteressenten, mit denen die Gesellschafterfamilie von Gemmingen-Hornberg verhandle. Dabei befinde man sich schon auf der Zielgeraden. Um wen es sich handle, könne der junge Baron nicht sagen. Nur so viel: „Darunter befindet sich auch eine Brauerei.“