Für den Notfall in Bad Berneck Schicker investiert, um Leben zu retten

Die Hartsteinwerke Schicker wollen die Sicherheit für ihre Mitarbeiter erhöhen. Deshalb hat das Unternehmen nun mehrere Defibrillatoren angeschafft – unter anderem für den Standort in Bad Berneck. Eine Kooperation erleichterte das Vorhaben.

Im Bild von links: Valentina Schicker (Geschäftsführende Gesellschafterin), Otto Kreil (Technischer Leiter Firmengruppe Schicker), Daniel Schmidt (Geschäftsführer VG Schicker), Bürgermeister Jürgen Zinnert, Karl Bernet (Projektkoordinator Defi-Netzwerk Bayreuth), Philipp Vogler (Geschäftsführer Steinlando) und Bernhard Leutheußer (Geschäftsführer Hartsteinwerke Schicker). Foto: BRK Bayreuth/BRK Bayreuth

Die Hartsteinwerke Schicker, ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Hauptsitz in Bad Berneck, setzen ein starkes Zeichen für die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter: In Zusammenarbeit mit dem Defi-Netzwerk Bayreuth wurden alle neun Standorte der Firmengruppe mit modernen Defibrillatoren ausgestattet, meldet der BRK-Kreisverband Bayreuth. – „In der Hoffnung, sie nie brauchen zu müssen, aber sicher zu sein, im Notfall darauf zurückgreifen zu können“, fügt Otto Kreil hinzu, Technischer Leiter der Firmengruppe Schicker. Er betreute die Anschaffung federführend.

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Die Geräte ermöglichen eine schnelle Ersthilfe bei plötzlichem Herzstillstand – ein entscheidender Zeitvorteil, der Leben retten kann. Denn bei einem plötzlichen Herzstillstand zählt jede Sekunde. Schon nach wenigen Minuten ohne Hilfe sinken die Überlebenschancen der Betroffenen drastisch. Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) können von Laien bedient werden und geben klare Sprachanweisungen zur Durchführung der lebensrettenden Maßnahmen.

Fünfstellige Summe für Defibrillatoren

Die schnelle Verfügbarkeit eines solchen Geräts am Arbeitsplatz kann die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken – und damit im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden, heißt es in der Mitteilung des BRK. Der Einsatz von Defibrillatoren sei damit eine wichtige Ergänzung zur Ersten Hilfe und ein unverzichtbarer Baustein im betrieblichen Notfallmanagement.

Die Investition in die neue Sicherheitsausstattung beläuft sich auf eine fünfstellige Summe. Einen Teil der Kosten übernahm die zuständige Berufsgenossenschaft, die das Engagement der Firma Schicker für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ausdrücklich würdigt. Begleitet wurde das Projekt von Karl Bernet, ehrenamtlicher Koordinator des Defi-Netzwerks Bayreuth.

Neben seiner fachlichen Beratung bei der Auswahl und Platzierung der Geräte bietet er auch Schulungen für die Mitarbeitenden an. Eine erste Schulungsreihe zu lebensrettenden Sofortmaßnahmen und dem sachgerechten Einsatz der Defibrillatoren wurde bei der Firma Schicker bereits erfolgreich durchgeführt – weitere Termine sind in Planung.

Bürgermeister erinnert an früheres Projekt

Zur offiziellen Übergabe der Geräte an den Betrieb war auch Bad Bernecks Bürgermeister Jürgen Zinnert in der Firmenzentrale zugegen. Er lobte das Unternehmen für seinen Einsatz: „Schön, dass die Firma Schicker hier eine Vorreiterrolle übernimmt – nicht nur für den eigenen Betrieb, sondern als Beispiel für die gesamte Region.“ Zinnert erinnerte zudem an das gemeinsame Engagement der Stadt Bad Berneck und des Defi-Netzwerks zur Ausstattung öffentlicher Plätze mit frei zugänglichen Defibrillatoren – ein Projekt, das unter anderem auch durch die Unterstützung der Firma Schicker realisiert werden konnte.

Mit der flächendeckenden Ausstattung aller Standorte und der Investition in die Ausbildung ihrer Mitarbeitenden beweist die Firmengruppe Schicker, dass Sicherheit und regionale Verantwortung zentrale Werte ihres unternehmerischen Handelns sind – im Steinbruch ebenso wie im Büro. Mit dem Defi-Netzwerk Bayreuth unterstützt der BRK-Kreisverband Bayreuth seit vielen Jahren Unternehmen, Vereine und Organisationen bei der Anschaffung von Defibrillatoren sowie bei der Verbreitung von Wissen rund um die Anwendung der Erste-Hilfe-Maßnahmen und der Frühdefibrillation.

Ziel ist es, möglichst viele Menschen für lebensrettende Sofortmaßnahmen zu sensibilisieren und die Hilfeleistungsbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen. Dank der engen Zusammenarbeit des Defi-Netzwerks Bayreuth mit lokalen Trägern, engagierten Unternehmen und Vereinen konnten in der Region Bayreuth und Kulmbach bereits über 330 öffentlich zugängliche Defibrillatoren installiert werden – ein beeindruckender Erfolg für ein rein ehrenamtlich getragenes Projekt.