Für Gleichbehandlung Bayerns Heilbäder fordern 2G auch in den Thermen

red

Bäder seien keine Treiber der Pandemie und dienten der Gesundheit der Bürger, betont Verbandschef Peter Berek. Er fordert eine Gleichbehandlung mit den Seilbahnen.

Ort für Gesundheits- und Wellnesstourismus: die Therme in Bad Steben. Foto: Archiv/Andreas Hub / laif

Bad Steben/Bad Füssing - Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) fordert für die Thermen in den Heilbädern und Kurorten die Einführung der 2G-Regel wie auch bei den Seilbahnen: „Wir nehmen die aktuellen Erleichterungen der Bayerischen Staatsregierung für die Seilbahnbetriebe wahr und begrüßen diese ausdrücklich“, betont der BHV-Vorsitzende, Landrat Peter Berek laut Mitteilung. „Allerdings sehen wir für unsere Bäder, Thermen und Kurbetriebe die gleiche Notwendigkeit. Unsere Einrichtungen sind nach den Auswertungen der Luca-App keine Pandemietreiber, gleichzeitig dienen sie aber der Gesundheit und der Prävention unserer Bürgerinnen und Bürger und gehören damit zum notwendigen Bedarf.“ Nach den aktuellen Corona-Regelungen gilt für Thermen und Bäder die 2-G-Plus-Regel, was für alle geimpften und genesenen Gäste zusätzlich die Vorlage eines Tests erfordert.

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Ansteckungsrisiko äußerst gering

„Die Thermen sind Dreh- und Angelpunkte ebenso des Gesundheits- wie des Wellnesstourismus und haben daher in ihrer Region stets besondere Bedeutung“, erklärt Bad Stebens Bürgermeister Bert Horn. Darüber hinaus trügen sie gerade in der aktuell angespannten Phase zum psychischen Wohlbefinden bei.

BHV-Geschäftsführer Thomas Jahn verwies auf ein Gutachten des Bundesamtes für Umwelt von vergangenem Jahr. „Darin wurde eindeutig festgestellt, dass das Risiko; sich in Thermen und Bädern mit aufbereitetem Wasser anzustecken, äußerst gering ist. Auch die Auswertung der Luca App hat ergeben, dass lediglich 0,6 Prozent der Kontaktmeldungen auf Thermen oder Bäder zurückgehen.“ Der Heilbäder-Verband hatte bereits 2020 Rahmenkonzepte für Thermen und Bäder erarbeitet und jetzt neu überprüft. „Unsere Konzepte sorgen für ausreichend Sicherheit in unseren Einrichtungen“, sagt BHV-Vorsitzender Berek. „Eine lückenlose Kontrolle von 2G ist für die Betreiber der Bayerischen Thermen selbstverständlich.“ red