Für ihre Arbeit Regnitzlosau entschädigt Feuerwehrleute

Viele Feuerwehrleute investieren viel Zeit in ihr Hobby – und das mit öffentlichem Auftrag. Foto: dpa/Philipp von Ditfurth

Regnitzlosau zeigt sich erkenntlich gegenüber besonders aktiven Mitgliedern der Wehren. Darüber gab es im Rat zunächst eine Diskussion.

Regnitzlosau - Die Freiwillige Feuerwehr war am Dienstag ein beherrschendes Thema bei der Sitzung des Gemeinderats von Regnitzlosau. So beschloss der Gemeinderat, künftig den besonders aktiven ehrenamtlichen Mitgliedern der Feuerwehren eine Ehrenamtspauschale als Entschädigung zu bezahlen.

Gemeinderätin Jennifer Bernreuther (SPD) wollte zwar am Anfang der Sitzung, dass dieser Tagesordnungspunkt in die nichtöffentliche Sitzung verschoben wird, „damit wir freier miteinander darüber diskutieren können“. Dem folgte das Gremium jedoch nicht.

Nach dem bayerischen Feuerwehrgesetz haben Kommandanten und deren Stellvertreter einen Anspruch auf eine angemessene Entschädigung für den Fall, dass sie diese Aufgabe nicht hauptberuflich ausüben. Auch für andere Feuerwehrdienstleistende gilt das, sofern sie „regelmäßig über das übliche Maß hinaus“ tätig sind, erläuterte Bürgermeister Jürgen Schnabel (Freie Wähler). Das bezieht unter anderem Gerätewarte und Jugendwarte mit ein.

Schnabel machte deutlich: „Diese Regelung soll das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr fördern. Wo engagierte Feuerwehrleute sind, spart das auch der Gemeinde Geld, weil dann zum Beispiel die Gerätschaften immer in Ordnung sind. Und die Anforderungen steigen auch immer mehr.“ Er plädierte dafür, diese finanzielle Anerkennung in die Wege zu leiten, die monatlich mit insgesamt 233,10 Euro zu Buche schlägt.

Fraktionschef Oliver Geyer von der CSU unterstützte das Anliegen. „Es sind wichtige Aufgaben, die von der Feuerwehr erfüllt werden. Und wir müssen uns darauf verlassen können, dass das klappt. Diese Ämter sind zwar Ehrenämter, sollten aber honoriert werden.“ Sein Fraktionskollege Helmut Kaiser stimmte dem zu: „Diesen Obulus sollten wir als Anerkennung zahlen.“ Auch Fraktionsvorsitzender Manuel Sörgel von den Freien Wählern signalisierte Zustimmung.

Kritischer zeigte sich Fraktionsvorsitzende Jennifer Bernreuther (SPD/Grüne). „Ich bin grundsätzlich dabei, die Feuerwehr macht einen wichtigen Job. Aber unsere Kassenlage ist schwierig und das läppert sich. Außerdem sollte das Ehrenamt nicht nur monetär belohnt werden.“ Bernreuther brachte auch das ehrenamtliche Engagement des Sängerbunds ins Gespräch und fragte, ob die Gemeinde hier einen Unterschied machen wolle.

Das wiederum rief Oliver Geyer auf den Plan. Er betonte: „Dieser Vergleich hinkt. Die Feuerwehr ist da, wenn’s brennt, bei Sturm und Überschwemmungen. Und die Beträge sind auch nicht wirklich hoch.“ Bürgermeister Schnabel pflichtete dem bei: „Die Vereine und ihre Jugendarbeit leisten auch sehr viel. Aber die Feuerwehr erfüllt einen öffentlichen Auftrag. Hier ist es besonders wichtig, den Nachwuchs zu sichern. Wir stoßen niemand vor den Kopf, wenn wir die Feuerwehr hier etwas abgrenzen.“ Der Gemeinderat folgte schließlich einstimmig der Empfehlung der Gemeindeverwaltung. red

 

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