Für Rehau und Oberkotzau Der Druck wächst

CM
Der Einsatz stimmt bei Marcin Czaban (Mitte) und der SpVgg Oberkotzau – die Punkteausbeute dagegen nicht. Am Sonntag steht das Heimspiel gegen Mistelgau an Foto: /Katharina Hübner

Während der FC vor der Bezirksligasaison das obere Tabellendrittel angepeilt hat, ging es für die SpVgg von Beginn an nur um den Klassenerhalt. Nach zwei Niederlagen stehen beide Vereine nun schon unter Zugzwang. Waldstein will in Regnitzlosau sein Pokaltrauma bewältigen.

Spieltag drei in der Bezirksliga Oberfranken Ost läuft wohl immer noch unter dem Aspekt der Standortbestimmung. Für den FC Rehau und die SpVgg Oberkotzau wäre dabei ein Dreier jedoch enorm wichtig, um eben diesen Standort Richtung Mittelfeld zu verlagern. Die Gegner erscheinen machbar. Der FC Trogen und die SG Regnitzlosau, deren direktes Duell an Spieltag zwei wegen der Pokalauftritte ja ausfiel, könnten sich mit Siegen gleich oben in der Tabelle festsetzen. Aufsteiger FC Waldstein hat nach Niederlage und Sieg drei Punkte auf dem Konto. Wohin geht die Reise? Selbitz ist zwar ungeschlagen, aber auch noch sieglos, woran sich am Wochenende auch nichts ändern wird. Die Spielvereinigung empfängt erst am Mittwoch die Zweite der SpVgg Bayreuth.

SV Bavaria Waischenfeld – FC Rehau (Sonntag 15 Uhr). Der Saisonauftakt ging für den FC Rehau in den ersten beiden Spielen gründlich in die Hose. Neben den beiden deutlichen Niederlagen konnte die Mannschaft von Giorgio Arancino auch spielerisch nicht wirklich überzeugen. Dazu kommt auch, dass Rehau in der Defensive nicht so sicher stand wie in der vergangenen Saison. Jetzt lautet die Devise beim FC: Mund abputzen und nach vorne schauen. Beim Gastspiel in Waischenfeld sollen die ersten Punkte der Spielzeit aufs Konto. Als Übermannschaft konnte sich der SV Bavaria bislang ebenfalls noch nicht präsentieren. Mit einem Punkt aus den ersten beiden Spielen rangieren die Gastgeber aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz und könnten von Rehau mit einem Sieg überflügelt werden. FC-Trainer Arancino hat die Mannschaft im Abschlusstraining nochmals auf die Bedeutung des Spiels eingeschworen und entsprechend eingestellt. Cosmin Ichim fehlt urlaubsbedingt. Dafür herrscht auf Rehauer Seite Hoffnung, dass Christoph Peschek wieder zum Team dazustößt.

FSV Bayreuth – 1. FC Trogen (Sonntag 16 Uhr). Die Kicker vom Bühl haben in ihrem zweiten Spiel der Bezirksliga-Runde erneute ein Auswärtsspiel vor der Brust. Am Sonntag reist der 1. FC Trogen in die Wagnerstadt zum Aufsteiger FSV Bayreuth.

Für die Trogener Fußballer war es am vergangenen Wochenende ein Auftakt nach Maß. Im Derby bei der SpVgg Oberkotzau tat sich die Elf von Jürgen Gahn trotz spielerischer Überlegenheit zunächst zwar schwer zu Tormöglichkeiten zu kommen, gewann aber durch zwei späte Treffer das erste Saisonspiel letztendlich verdient. Nun richtet sich im Lager des FCT der Fokus auf die nächste Aufgabe beim FSV Bayreuth. Während der FSV unter der Woche nach Rehau musste, hatten es die Schwarz-Gelben mit der SG Ahornberg/Leupoldsgrün zu tun. Beim 2:0 Sieg im Pokal-Achtelfinale warf Cheftrainer Gahn die Rotationsmaschine an, um damit die Belastung seiner Spieler zu steuern. „Einige Meinungen gehen dahin, dass Bayreuth zu einer Überraschungsmannschaft werden kann. Es wird für uns keine einfache Angelegenheit, da wir wenig über den Gegner wissen. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass wir von einer sehr kompakten Mannschaft sprechen können“, so der sportliche Leiter Christian Michael.

Der FSV gewann nicht nur sein Auftakt-Match gegen Bavaria Waischenfeld vergangenen Freitag souverän mit 2:0, sondern auch beim hochgehandelten FC Rehau am Mittwoch deutlich mit 3:0. Drei Tore erzielte bislang Moritz Lunk, der auch im Aufstiegsjahr mit 21 Treffern seinen entscheidenden Anteil zum Erfolg beitragen konnte. Zudem trägt der FSV aktuell auch die weiße Weste, da man bislang noch kein Gegentor kassierte. Die Mannschaft von Claudio Eismann besteht aus vielen spannenden jungen Talenten. Kein Spieler ist über 30 Jahre alt. „Die Jungs werden unbekümmert an die Sache herangehen, was natürlich ein Vorteil sein kann. Wir wollen dennoch unsere Erfahrung auf den Platz bringen und die Punkte mit nach Trogen nehmen“, fügt Michael an. Personell bleibt Trogen in diesem Jahr von einer großen Urlaubswelle verschont. Im Vergleich zum Pokal-Spiel werden Schödel und Okraffka wieder zum Kader stoßen.

SG Regnitzlosau – 1. FC Waldstein (Sonntag (16 Uhr). Zum nächsten Bezirksliga Derby erwartet die SG Regnitzlosau den Aufsteiger FC Waldstein. Nach dem gelungenen Auftaktsieg gegen den FC Rehau und dem Pokalfight gegen den TSV Neudrossenfeld fordert SG-Trainer Stefan Stadelmann volle Konzentration auf die Begegnung gegen den Liganeuling. „Waldstein hat seinen ersten Bezirksligasieg errungen und ist dadurch doppelt gefährlich. Wir müssen versuchen, die Leistungen der letzten beiden Spiele abzurufen, um die Partie erfolgreich zu gestalten. Lassen wir nur ein paar Prozentpunkte nach, wird dieses Unterfangen schwierig“, so der Coach. Fehlen werden der SG Regnitzlosau der gesperrte Jonas Stadelmann. Hinter Jonas Fröhlich (muskuläre Probleme) steht ein Fragezeichen. Sonst stehen alle Spieler zur Verfügung.

Endgültig angekommen in der Bezirksliga ist der FC Waldstein. Der 1:0-Sieg im Derby gegen die SpVgg Oberkotzau war gleichbedeutend mit den ersten Punkten in der höchsten Spielklasse Oberfrankens des erst vor Jahren gegründeten Fusionsvereins. „Wir wollten den Fehlstart nach der Niederlage in Katschenreuth unbedingt vermeiden. Wir haben uns mit Oberkotzau auf Augenhöhe gesehen und wollten unsere Chance nutzen“, zeigt sich Vereinsvorsitzender Thomas Roßner nach dem Sieg erleichtert. Die Mannschaft habe nun Gewissheit, dass sie in der Bezirksliga funktioniere.

Dieses Wissen werde bei der schweren Auswärtsaufgabe in Regnitzlosau, denen Roßner eine herausragende Jugendarbeit attestiert, helfen. „Trotzdem wird es verdammt schwer. Im Pokal sind wir gegen sie im April mit 2:8 brutal unter die Räder gekommen“, sagt er. Mittelstürmer Dominic Kraus soll nach überstandener Armfraktur Schritt für Schritt mehr Spielzeit bekommen.

SpVgg Oberkotzau – SV Mistelgau (Sonntag 16 Uhr). Die SpVgg Oberkotzau steht am dritten Spieltag zum ersten Mal in dieser Saison unter Druck. Nach der Auftaktniederlage gegen Trogen konnte man auch am Mittwoch gegen Aufsteiger Waldstein nichts Zählbares mit nach Hause nehmen. Durch die 0:1-Niederlage steht man nun am Tabellenende. Nur einen Platz und ein Tor besser rangiert der kommende, ebenfalls noch punktlose Gegner aus Mistelgau – wie Waldstein ebenfalls ein Aufsteiger. „ Wir müssen schnellstmöglich eine Kehrtwende schaffen, um nicht frühzeitig im Tabellenkeller festzuhängen. Gerade was das Spiel nach vorne betrifft wollen wir stärker und zielstrebiger auftreten. Wir konnten bisher kein Tor erzielen, aber gerade der Mangel an Torchancen ist alarmierend.“, meint Trainer Michael Voigt zur aktuellen Situation. Im Heimspiel soll nun der Bock umgestoßen werden. Wrodarczyk, Yobas und Samat fallen dabei aus. Der Einsatz von Schraps ist fraglich.

 

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