Livestream Bloße Pflichtaufgabe für die SpVgg Bayern Hof?

Befreiender Torjubel: Tomas Petracek (links) ist teamintern mit drei Treffern bester Torschütze der SpVgg Bayern Hof. Hier freuen sich Foto: Mario Wiedel

Der Fußball-Bayernligist SpVgg Bayern Hof hat an diesem Samstag den SV Seligenporten zu Gast. Trainer Roman Pribyl warnt davor, den Tabellenletzten auf die leichte Schulter zu nehmen. Wir zeigen das Spiel hier im Livestream.

Hof - Die SpVgg Bayern Hof startet mit einem Heimspiel am Samstag, 15 Uhr, in die nun schon dritte Englische Woche. Mit dem SV Seligenporten stellt sich eine Mannschaft auf der Grünen Au vor, die in den vergangenen beiden Bayernliga-Spielzeiten jeweils lange um den Titel mitspielte. In diesem Jahr ist alles anders. Ob es allein der Corona-Pandemie geschuldet ist?

Verfolgen Sie hier das Spiel im Livestream:

Auf jeden Fall gab es eine gewaltige Zäsur. Von den Stammspielern der Corona-Saison 2019/21 sind nur zwei Akteure in Seligenporten geblieben. Einer davon ist Christian Knorr, den man noch in Hof kennt. Der heute 32-Jährige spielte in der Saison 2012/13 für die Gelb-Schwarzen. Der Aderlass beim SVS war gewaltig, 16 Spieler verließen den Klub. Das ist zumindest ein Erklärungsansatz für das bisherige Abschneiden: Nach fünf Spieltagen steht Seligenporten am Tabellenende – mit null Punkten und 3:17 Toren.

Nur kein Schlendrian

Die Partie gegen die Oberpfälzer deshalb auf die leichte Schulter zu nehmen, davor warnt Roman Pribyl aber. „In der Bayernliga ist kein Spiel ein Selbstläufer“, stellt der Trainer der SpVgg Bayern Hof fest. Und er bekräftigt: Es gebe keine schwachen Mannschaften, egal ob die nun oben oder unten stehen. Für ihn gebe es in dieser Liga „nur Mannschaften, die vielleicht mal eine Schwächephase durchlaufen“. Und dennoch: Selbstverständlich würde er aus dem Spiel am Samstag liebend gern drei Punkte mitnehmen.

Aber: „Wir müssen uns das erarbeiten. Leicht wird das nicht. Wir dürfen uns von den bisherigen Ergebnissen des SV Seligenporten nicht täuschen lassen.“ Pribyl glaubt nicht daran, dass die Gäste dort, wo sie aktuell stehen, am Ende der Saison stehen werden. „Die sind besser.“

Soll verhindert werden, dass Seligenporten ausgerechnet auf der Grünen Au ein erstes Erfolgserlebnis feiert, weiß Pribyl, was zu tun ist: „Wir dürfen keinen Schlendrian in unser Spiel reinbringen.“ Das eben war zuletzt in Feucht der Fall: Ein unnötiger Foulelfmeter, ein dummes Eigentor hat die Hofer da nach eigener Führung auf die Verliererstraße gebracht (1:2).

Pribyl ist aber keiner, der verlorenen Punkten lange nachtrauert. „Das ist passiert. So ist Fußball. Wir haken das jetzt ab und nehmen am besten gleich am Samstag drei Zähler mit.“

Pribyl will Lehren ziehen

Pribyl ist einer, der den Blick gleich wieder nach vorne richtet: „Der Einsatz und die Einstellung haben auch in Feucht gestimmt. Darauf müssen wir wieder aufbauen, aber auch die Lehre aus den Fehlern ziehen. Die dürfen wir nicht mehr machen.“

Und Pribyl ist auch einer, der nicht groß nach Ausreden sucht. Dass er gezwungen war, seine Mannschaft aufgrund zweier kurzfristiger Ausfälle umzubauen – Nico Schmidt fehlte wegen Adduktorenproblemen in der Innenverteidigung, Außenbahnspieler Cedric Drewanz war krank geworden – erwähnt er erst auf Nachfrage. Für Samstag, hofft er, werden beide wieder zumindest im Kader stehen.

Verzichten müssen wird Pribyl vorerst weiter auf den langzeitverletzten Danny Wild. „Das wird noch dauern.“ Fehlen werden am Samstag aber auch der noch angeschlagene Marian Schubert und die beiden Urlauber Almin Zahirovic und Muhsin Bilgin.

Drei Spiele mit guten Aussichten

Die nun folgende Englische Woche gegen drei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte sieht der Hofer Coach als durchaus wegweisend an. Nach dem Tabellenletzten Seligenporten muss seine Mannschaft am Mittwoch nach Großbardorf (aktuell Platz 13) reisen und am Samstag kommt der Tabellennachbar TSV Abtswind (12.) auf die Au. Und doch sagt Pribyl gemäß seiner Philosophie, nur von Spiel zu Spiel zu denken: „Wir beschäftigen uns nicht mit möglichen Punktgewinnen. Wir gehen in jede Partie, arbeiten hart und kämpfen um jeden Punkt.“ Und, fügt er dann noch an, „stellen zuletzt doch etwas häufiger auftretende individuelle Fehler ab“. Denn die Erfahrung, dass die in der Bayernliga gnadenlos bestraft werden, hat seine Mannschaft nun schon mehrfach machen müssen.

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