Livestream SpVgg Ansbach - SpVgg Bayern Hof

Torjubel und Stärke zeigen: Matej Kyndl. Foto: Mario Wiedel

Mit dem Rückenwind eines 7:2-Sieges fährt der Fußball-Bayernligist SpVgg Bayern Hof an diesem Samstag zum Auswärtsspiel nach Ansbach. Hier können Sie das Spiel ab 14 Uhr live sehen.

Hof - Der 5. Oktober 2019 auf der Grünen Au in Hof: Die SpVgg Bayern Hof erlebt ein Debakel. Mit 0:7 gehen die Gastgeber gegen die SpVgg Ansbach unter. Es war das letzte Aufein-andertreffen dieser beiden Mannschaften – danach kommt der Lockdown, das Rückspiel in der Corona-Saison 2019/21 kommt nicht mehr zustande.

An diesem Samstag sieht man sich also erstmals wieder. In Ansbach, Anstoß ist um 14 Uhr. Wird es ein Spiel wie jedes andere?

0:7-Schlappe ist kein Thema mehr

Gut die Hälfte der Hofer Startelf von damals ist noch dabei. Einer von ihnen: Nico Schmidt. Der 24-Jährige kann sich an die Heimschlappe zwar noch erinnern, ein Thema in der Kabine sei die Partie heute aber nicht mehr. „Das haben wir damals aufgearbeitet. Heute ist das raus aus den Köpfen“, sagt der Abwehrchef. Und: „Es bringt ja auch nichts, zurückzuschauen. Wir schauen nach vorne – und da sehe ich uns mit breiter Brust nach unserem 7:2 gegen Cham.“ Die Stimmung in der Mannschaft sei richtig gut. Die jüngsten Siege, da schließt er den 4:1-Auswärtserfolg beim Würzburger FV ein, hätten allen gezeigt, dass die Elf gerade auch in der zweiten Hälfte immer noch zulegen könne.

Das unterstreicht auch Schmidts Trainer. Für Roman Pribyl drückt sich darin der unbedingte Siegeswille aus. „Diese letzten zehn Minuten gegen Cham mit diesen fünf Toren, das war schon große Klasse. Dafür muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen.“

Des Trainers Mahnung

Rundum zufrieden war der Coach mit den 90 Minuten aber nicht. Anders als in Würzburg, wo seine Mannschaft fast fehlerfrei agierte, habe man Cham wieder einmal durch individuelle Fehler stark gemacht. „Statt ein Tor nachzulegen, haben wir gleich zwei Mal wie aus dem Nichts den Ausgleich kassiert. Das ging beide Male wieder viel zu einfach. Das ist dann immer schade“, stellt Pribyl fest. Was soll er noch machen? Immer und immer wieder bläue er seinen Spielern vor jeder Partie ein, „seriös zu arbeiten und keinen Schlendrian reinzubringen“.

Gerade in Ansbach könnten zu viele individuelle Fehler schnell wieder zu einem Tor führen. Für den Hofer Trainer zählt die Mannschaft von Coach Christoph Hasselmeier zum engeren Favoritenkreis auf den Titel. Der Tabellenvierte (22 Punkte nach zehn Spielen) sei spielstark und habe mehrere hervorragende Fußballer in seinen Reihen. Und in Patrick Kroiß einen treffsicheren Schützen, weiß Pribyl. Zehn Tore hat der Ansbacher bereits auf seinem Konto. Das Torverhältnis der Gastgeber von 23:7 weist aber nicht nur auf eine der besten Sturmreihen hin, die Ansbacher Defensive ist ligaweit die beste.

Die statistischen Werte flößen zwar Respekt ein, „aber Angst brauchen wir keine haben“, stellt Pribyl klar. „Jedes Spiel fängt mit 0:0 an – und dann sehen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.“ Warum sollte kein Punkt herausspringen?, fragt er.

Siege steigern Selbstbewusstsein

Siege und gute Ergebnisse, das weiß auch Pribyl, lassen das Selbstbewusstsein einer Mannschaft wachsen. Zwar gab es jene herbe 1:7-Schlappe gegen Eintracht Bamberg oder auch jenes 0:3 gegen Abtswind. Doch eben auch jene klaren Siege zuletzt. Seine Mannschaft steht nach zehn Spieltagen mittlerweile auf einem einstelligen Tabellenplatz (9.), hat 14 Zähler auf dem Konto, und das Torverhältnis von 25:23 dokumentiert zwar eine gewisse Anfälligkeit in der Defensive, aber eben auch die ligaweit drittbeste Offensive.

Pribyl ist angesichts dieser Zahlen nicht unzufrieden. „Ich hoffe, dass diese Entwicklung anhält“, sagt er.

Übrigens: Der Hofer Coach geht völlig unvoreingenommen und unbelastet ins Ansbach-Spiel. Vom 0:7 wisse er nur vom Hörensagen.

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