Livestream SpVgg Bayern Hof - ASV Cham

Innenverteidiger Nico Schmidt (Mitte) ist in der Elf der SpVgg Bayern Hof eine wichtige Größe im Abwehrverbund. Hier klärt er vor dem Würzburger Jayson Tuda (links). Im Hintergrund der Hofer Torwart David Guyon. Foto: Julien Becker

Der Fußball-Bayernligist SpVgg Bayern Hof empfängt an diesem Samstag, 15 Uhr, den ASV Cham. Coach Roman Pribyl fordert, so konzentriert und fehlerfrei zu arbeiten wie zuletzt in Würzburg. Verfolgen Sie das Spiel hier im Livestream.

Hof - „Das war eine super Arbeit von meiner Mannschaft.“ Roman Pribyl gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er das jüngste Auswärtsspiel der SpVgg Bayern Hof Revue passieren lässt. Das, was ihn am 4:1(2:1)-Sieg seiner Elf beim Würzburger FV so begeistert hat, wünscht er sich auch für das Heimspiel an diesem Samstag, 15 Uhr, auf der Grünen Au gegen den ASV Cham. „Ich hoffe, wir können da anknüpfen, wo wir in Unterfranken aufgehört haben.“

Das ist es, was er sehen will: Seine Mannschaft soll „kompakt stehen, Bälle erobern und nach vorne jede kleine Chance zum Kontern eiskalt nutzen – nichts anderes“. Eben so, wie in Würzburg. Da hat das alles wunderbar funktioniert. Auch wenn die Gastgeber phasenweise drückend überlegen waren und seine Mannschaft sich kaum befreien konnte, will der Hofer Trainer nicht von Spielglück sprechen, das den Hofern in diesem Spiel hold gewesen ist. „Wir haben, und das hat mich sehr gefreut, endlich einmal über 90 Minuten fast fehlerfrei gespielt.“ Und vorne sei man eben „brutal effizient“ gewesen. Aus wenigen Chancen habe man vier Tore gemacht.

Pribyl hat die Qual der Wahl

Würzburg war gestern – heute ist Cham. Bis auf die Dauerverletzten Tomas Petracek – „er wird uns wohl noch zwei bis drei Wochen fehlen“ – und Danny Wild – „es ist nicht absehbar, wenn er uns wieder zur Verfügung steht“ – sind alle Mann an Bord, Pribyl hat damit die Qual der Wahl.

Obwohl das so nicht ganz stimmt. Pribyl hat nach den zwangsweisen Wechseln der vergangenen Wochen, in denen er aufgrund von Verletzungen oder einer Roten Karte immer wieder improvisieren musste, endlich zu einer Stammformation gefunden. „Wir haben uns stabilisiert“, sagt er. So dürfte es wohl auch keine Überraschung sein, wenn die Startelf gegen Cham jener von Würzburg gleicht. Doch so ganz in die Karten will sich sich der 57-jährige Coach dann doch nicht blicken lassen. „Änderungen auf ein, zwei Positionen sind immer möglich“, sagt er und verweist auf Eindrücke und Erkenntnisse im Abschlusstraining.

Mit dem ASV Cham kommt nun eine Mannschaft auf die Grüne Au nach Hof, die in dieser Spielzeit noch nicht richtig in Schwung gekommen ist. Nach neun Spieltagen hat die Mannschaft von Trainer Christian Ranzinger erst einen Sieg – gegen Schlusslicht Vatan Spor Augsburg – errungen, dann noch zwei Mal unentschieden gespielt, aber sechs Niederlagen kassiert. Mit nur fünf Punkten rangieren die Oberpfälzer auf Platz 15. Das Torverhältnis von 8:19 weist die zweitschwächste Offensive der Liga aus.

„Auf dem richtigen Weg“

Vom Papier und den statistischen Werten her sieht also eigentlich alles nach einer lösbaren Aufgabe aus für Hof. Doch Pribyl schert sich um derlei Statistik nicht. „In der Bayernliga gibt es keine einfachen Gegner“, sagt er und verweist darauf, dass jedes Spiel beim Stand von 0:0 beginne. Er wünsche sich, klar, einen Sieg, denn damit ließe sich der Auswärtserfolg von Würzburg vergolden, doch auf die leichte Schulter sei eben kein Gegner zu nehmen.

„Ich denke von Spiel zu Spiel“, sagt Pribyl. Er halte deshalb wenig davon zu spekulieren und zu planen. Letztlich gehe es um die 90 Minuten am Platz und das, was am Ende dabei rausspringt. Mit jedem Sieg komme man dem Ziel Klassenerhalt näher, darum gehe es. Alles in allem, stellt er fest: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

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