Livestream SpVgg Bayern Hof bei Don Bosco Bamberg unter Zugzwang

Cedric Drewanz Foto: Mario Wiedel

Der Fußball-Bayernligist ist am Sonntag bei Don Bosco Bamberg zum Punkten verdammt. Kein leichtes Unterfangen, denn die Domstädter gelten als äußerst heimstark.

Hof - Roman Pribyl weiß um den Ernst der Lage. Nach dem vergangenen Wochenende, an dem der Fußball-Bayernligist SpVgg Bayern Hof gezwungenermaßen das Spiel gegen den FC Eintracht Bamberg absagen musste – die Stadt hatte die Rasenplätze auf der Grünen Au wegen des lang anhaltenden Regens gesperrt –, sind die in der Tabelle hinter den Hofern platzierten Mannschaften beängstigend nah gerückt. Nur noch zwei Zähler trennen Hof (12. Platz/19 Punkte) vom ersten der vier Abstiegsrelegationsplätze. Dort steht der Würzburger FV (14./17). Pribyl, der Hofer Trainer, lässt sich davon zwar nicht groß beeindrucken. Dass es in dieser Saison nur um eines, den Klassenerhalt, gehen werde, hat er immer gesagt. Einzukalkulieren ist dabei immer, dass es mal etwas enger werden kann. Und doch: Ein bisschen Abstand nach unten lässt etwas beruhigter nach vorne schauen. So sagt er denn auch mit Blick auf das nächste Spiel am Sonntag, 15 Uhr, bei Don Bosco Bamberg: „Wir müssen punkten. Das ist sehr, sehr wichtig.“

Dabei weiß er sehr wohl, dass dieses Vorhaben alles andere als leicht umzusetzen ist. Der Grund: Die Domstädter zählen zu den heimstärksten Mannschaften der Liga. 19 seiner 29 Punkte hat der Tabellensiebte auf dem heimischen Rasen geholt. Das ist ein besonderes Geläuf: ein Kunstrasen.

Über einen Kunstrasenplatz verfügt seit ein paar Jahren auch die SpVgg Bayern Hof. Die Spieler konnten sich also schon mal in den Trainingseinheiten der vergangenen Woche etwas daran gewöhnen. Pribyl: „Wir haben ausschließlich darauf gespielt. Das wird schon.“

Der Trend meint es allerdings nicht ganz so gut mit den Hofern. Zuletzt war es ein steter Wechsel zwischen Niederlagen und Unentschieden. Mit zwei Punkten aus sechs Partien kam die SpVgg Bayern Hof in der Tabelle nicht vom Fleck. Der letzte Sieg datiert tatsächlich schon vom 18. September, also von vor fast zwei Monaten. Damals schlugen die Pribyl-Schützlinge die DJK Gebenbach zu Hause 3:1. Darauf angesprochen, sagt der Hofer Coach: „Ich schaue nicht nach hinten, ich schaue nach vorne.“ Und, klar, ein Sieg würde schon sehr weiterhelfen.

Ihm hilft aber schon weiter, dass sich die lange Liste mit den Kranken und Verletzten in den vergangenen Tagen etwas gelichtet hat. Die Stammspieler Tom Feulner und Ferdinand Seifert stehen am Sonntag wieder zur Verfügung. Auch Torhüter David Guyon ist wieder einsatzfähig. Gut möglich, dass Tomas Petracek erstmals wieder auf der Bank Platz nimmt. Auch Elia Bifano hat wieder mit leichtem Training begonnen. Fehlen werden Fabian Krantz, Johann Saalfrank, Marian Schubert, Ersatztorwart Tizian Nawroth, Almin Zahirovic und Maximilian Renk.

Nicht im Aufgebot steht auch der Torjäger Matej Kyndl. Der 28-Jährige muss wegen seiner Roten Karte im Heimspiel gegen die DJK Vilzing noch zwei Spiele Sperre absitzen.

Dass Kyndl fehlt, schmerzt besonders. Damit fehlt der Offensive Durchschlagskraft. Pribyl ist am Tüfteln, welche Startelf er am Sonntag aufs Feld schickt. Vorab verraten wollte er nichts.

Ein Kandidat für die Offensive dürfte Cedric Drewanz sein. Im Hinspiel am letzten Juli-Wochenende in Hof stand der 21-Jährige erstmals vom Anpfiff weg auf dem Platz und sorgte für Schwung. Beim 4:1-Sieg bediente er Andreas Knoll und zwei Mal traf er selbst. Pribyl hätte nichts dagegen, wenn sich das wiederholen würde.

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