Fußball-Bezirksliga Selb 13 plant den nächsten Coup

War am Mittwoch beim 5:2 in Lorenzreuth gleich drei Mal erfolgreich für die SpVgg Selb: Daniel Sedlacek. Foto: Andreas Pöhner

Der Bezirksliga-Neuling erwartet am Sonntag um 18.30 Uhr den Titelmitfavoriten SSV Kasendorf. Der FC Lorenzreuth und der SV Poppenreuth müssen reisen.

Wer hätte das gedacht? Die SpVgg Selb 13 hat einen perfekten Saisonstart hingelegt und grüßt nach zwei Spieltagen als Neuling der Fußball-Bezirksliga mit sechs Punkten und 8:2-Toren von der Tabellenspitze. Trainer Mo Tamo ist nach den Siegen gegen Poppenreuth (3:0) und in Lorenzreuth (5:2) zurecht stolz auf seine junge Mannschaft. Er weiß aber auch, dass es derzeit nur eine schöne Momentaufnahme ist. Nicht darauf ausruhen und weiter hungrig auf Siege sein, muss das Motto der Dreizehner lauten, die am Sonntag (Anpfiff um 18.30 Uhr!) mit dem letztjährigen Tabellendritten und Ex-Landesligisten SSV Kasendorf ein richtiges Brett an der Weißenbacher Straße empfangen.

Beim 5:2-Sieg am Mittwochabend in Lorenzreuth war der entscheidende Vorteil der Dreizehner, dass sie nach dem 1:2-Rückstand in den zweiten 45 Minuten noch einen Zahn zulegen konnten, während der Gastgeber konditionell stark abbaute. Da hat sich die intensive Vorbereitung der SV ausbezahlt. Doch Tamo weiß auch, dass seine Truppe die Fehler der ersten Halbzeit abstellen muss. Mit dem SSV Kasendorf kommt eine erfahrene Bezirksligamannschaft nach Selb, die mit zwei Unentschieden gegen die Titel-Mitfavoriten SpVgg Selbitz und SpVgg Bayreuth II gestartet ist und auch in dieser Saison wieder ein gehöriges Wörtchen um die Meisterschaft mitreden möchte. Was den Selber Trainer aber alles nicht interessiert. „Zuhause müssen Siege her!“ Personell ist alles in Lot bei den Dreizehnern, die „alle Mann an Bord“ melden. Auch Torwart Laurenz Rudorf, der in Lorenzreuth wegen einer Fußprellung von „Oldie“ Tomas Smrha vertreten wurde, steht wieder zur Verfügung.

SpVgg Selb 13 (Aufgebot): Rudorf (Fidan) – Schneider, Künzel, Buchta, Karatas, Blaumann, Rimböck, Yilmaz, Keles, Ahmad, Söllner, Nendza, Sedlacek, Thumser, Gehlert, Kröniger, Fischer. WR

Lorenzreuther Verletzungssorgen

Nicht zu beneiden ist derzeit Roland Fux, der Trainer des verletzungsgebeutelten FC Lorenzreuth. Bei der 2:5-Niederlage gegen Selb standen lediglich noch fünf Stammspieler des letztjährigen Bezirksligakaders zur Verfügung. Mit Fortdauer des Spiels schwanden die Kräfte und die Aufmerksamkeit, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis die Gäste ihre spielerische und konditionelle Überlegenheit in Tore ummünzten. Andererseits zeigte die Mannschaft in der ersten Hälfte positive Ansätze, die Mut machen und zeigen, dass man auch mit diesem Kader gegen die Konkurrenz mithalten kann.

Am Sonntag (16 Uhr) gastiert der FCL beim FC Creußen, der mit einem Sieg gegen Aufsteiger Mistelgau und einer Niederlage in Poppenreuth gestartet ist. Erneut werden sechs potenzielle Stammspieler verletzungs- und berufsbedingt fehlen, sodass wieder eine neue Formation auflaufen wird. Doch hilft es nicht zu jammern, sondern man muss sich auf die eigenen Stärken besinnen und das Positive aus der jüngsten Niederlage gegen Selb mitnehmen. Dabei zeigte man phasenweise eine gute Defensivleistung und gradliniges Spiel nach vorne. Was sicher auch der Schlüssel zum Erfolg gegen Creußen sein kann.

FC Lorenzreuth (Aufgebot): Seikert, König, Hörath – Niko Nothhaft, Selhorst, Schneider, Küspert, Greger, Hoheisel, Alfalah, Ayoubi, Walek, Fux, Müssel, Walberer, Aksel. JS

Poppenreuth muss zum Vizemeister

Der SV Poppenreuth muss nach dem gelungenen Heimdebüt gegen Creußen (4:1) an diesem Samstag (15 Uhr) zum VfR Katschenreuth. Beim letztjährigen Vizemeister, der in der Relegation zu Landesliga sehr unglücklich gescheitert ist, hat der SVP in den vergangenen Jahren nicht viel ernten können. Die Katschenreuther befinden sich schon wieder in der Erfolgsspur und sind mit zwei Siegen in die Saison gestartet. Auf die Poppenreuther wartet damit ein nicht ganz leicht zu lösendes Unterfangen.

Nach der Auftaktniederlage in Selb hat das Team von Milan Horvath am Mittwoch gegen Creußen aber ihr wahres Gesicht gezeigt und bis auf einige Kleinigkeiten die Verantwortlichen und Anhänger zufriedengestellt. Die Mannschaft zeigte phasenweise sehr guten Kombinationsfußball und brachte auch, wenn nötig, den entsprechenden Kampfgeist mit ins Spiel. Wenn die Mannen von Trainer Horvath diese Leistung auch in Katschenreuth abrufen können, sollte zumindest ein Teilerfolg möglich sein. Der SVP hat derzeit keine Verletzungssorgen, alle Spieler brennen auf ihren Einsatz. Lediglich die Freigabe von Zozugli Dmytri lässt weiter auf sich warten.

SV Poppenreuth (Aufgebot): Soshnin – Sticht, Semenov, Mlika, Dvali, Vondrasek, Dockal, Kura, Levhya, M. und P. Precan, Tesar, Sedlacek, Földes, Koncal, Kule, Vanek. rez

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