Fußball-Bezirksliga SpVgg Selbitz kann etwas aufatmen

Wie viel der 3:0-Erfolg der SpVgg Selbitz beim SV Mistelgau wert ist, zeigt sich beim Blick auf die Tabelle der Fußball-Bezirksliga. Hingegen wird die Luft für Waldstein wieder dünn.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

VfR Katschenreuth – SpVgg Oberkotzau 5:0 (4:0). – Zuschauer: 130; Schiedsrichter: Weber (FC Frankenwald); Tore: 1:0 Löhrlein (5.); 2:0 Weggel (10.); 3:0 Löhrlein (24.); 4:0 Konrad (34.); 5:0 Angermann (61.). – Der VfR fuhr im zehnten Spiel seinen zehnten Sieg ein und gewann auch in der Höhe verdient gegen harmlose Gäste. Von Beginn an nahmen die Gastgeber das Heft in die Hand und gingen bereits nach fünf Minuten nach Solo von Jahn Löhrlein in Führung. Kurz darauf verwandelte der bärenstarke Christopher Weggel eine Bogenlampe im Sechzehner per Kopf zum 2:0. Weiterhin rollte Angriff auf Angriff auf das Tor der Spielvereinigung. Nach knapp einer halben Stunde verwandelte Löhrlein eine Kopfballverlängerung von Weggel eiskalt zum 3:0. Der VfR ließ weiterhin nicht locker und erzielt nach energischem Pressing das 4:0 durch Fabio Konrad. Im zweiten Durchgang ließ es der VfR dann etwas ruhiger angehen. Nach feinem Solo von Weggel erzielte Julian Angermann per Abstauber den Endstand. Fortan verwaltete der Spitzenreiter das Ergebnis souverän und vergab noch die ein oder andere Torchance. Der VfR zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung und dominierte die Oberkotzauer während der gesamten Spieldauer nach Belieben. Der Schiedsrichter hatte mit der fairen Partie keine Probleme.

SV Poppenreuth - FC Waldstein 4:1 (2:1). – Schiedsrichter: Nacak ( Kulmbach); Zuschauer: 75; Tore: 1:0 Dockal (2.), 1:1 Schrepfer (34.), 2:1 Levyha (39.), 3:1 und 4:1 Mlika (70. und 81.). – Poppenreuth fand zunächst zu seinem Spiel der letzten Wochen. Trotzdem ging der Gastgeber nach einer Ecke in der zweiten Minute in Führung. Dies wirkte sich jedoch nicht beruhigend auf das Spiel aus. Mit vielen Abspielfehlern wurde der Gast immer wieder ins Spiel gebracht, was diese auch zum Ausgleich nutzten. Wieder nach einem Standard, Eckball von rechts, war Levyha im Nachschuss zur Stelle. Nach der Pause wurde das Spiel der Hausherren besser. Jetzt wurden die Außen besser in Szene gesetzt und es ergaben sich auch Möglichkeiten, die sie aber nicht konsequent zu Ende spielten. Waldstein versuchte zwar etwas Zählbares zu erreichen, verzettelte sich aber immer wieder in unnötigen Provokationen, auf die der gute Schiedsrichter jedoch nicht hereinfiel. Nach 70 Minuten machte Mlika dann den Deckel drauf. Von Precan gut eingesetzt, ließ er Torhüter Seiler keine Chance. Wenig später legte er noch einen nach. Insgesamt gesehen ein verdienter Sieg der Heimelf, der aber härter erkämpft werden musste, als die Tabellensituation es vorher aussagte.

FC Creußen – SG Regnitzlosau 2:4 (0:2). – Schiedsrichter: Fenkl (Hafenpreppach); Zuschauer: 110; Tore: 0:1 Tac (18.), 0:2 Schödel (28.), 1:2 La Faver (47.), 1:3 Krannich (71.), 1:4 Stadelmann N. (78.), 2:4 Olpen (90.). – Einen am Ende ungefährdeten Erfolg fuhr die SGR ein. „Wir waren im gesamten Spiel die fußballerisch bessere Mannschaft“, sagt Regnitzlosaus Coach Stefan Stadelmann. Zwar hatte Creußen die erste Chance des Spiels, doch Regnitzlosau zeigte sich als reiferes Team und ließ danach nichts mehr zu. „Wir haben unser Spiel gut bis zur Pause runtergespielt – und die zwei Tore gemacht“, sagte Stadelmann. Nach der Pause hätte die SGR beinahe für die defensive Nachlässigkeit büßen müssen: Gleich mit der ersten Aktion war Creußen mit dem Anschlusstreffer wieder im Spiel. Stadelmann kritisiert: „Damit haben wir dem Gegner wieder neue Kraft gegeben und mussten schauen, dass uns nicht irgendwie ein Standard hintenreinfällt.“ Doch Regnitzlosau kann sich auf die eigenen Offensive verlassen: Mit zwei Treffern machten die Gäste alles klar. Nur ärgerte sich Stadelmann über den zweiten Gegentreffer: „In der Defensive sind wir noch nicht dort, wo wir hinwollen“, sagte er – und ist sich darüber bewusst, dass nächste Woche im Heimspiel gegen Katschenreuth das Defensivverhalten wohl öfter auf dem Prüfstand steht als noch in Creußen.

FC Lorenzreuth – FC Trogen 0:7 (0:1). – Schiedsrichter: Fuhrmann (Pressig); Zuschauer: 90 Tore: 0:1 Wülfert (8.), 0:2 Hellinger (53.), 0:3 Hellinger (58), 0:4 Wülfert (68.), 0:5 Hellinger (70.), 0:6 Mulzer (80.), 0:7 Gärtner(89.). –Die Gäste gingen bereits in der 7. Spielminute nach einer Unachtsamkeit durch Torjäger Lukas Wülfert mit 1:0 in Führung. Der FCL zeigte sich unbeeindruckt und versuchte seinerseits, sich Tormöglichkeiten herauszuspielen. Entsprechend boten sich auch Möglichkeiten für Wallek und Özdemir, die aber nicht zum Erfolg führten. In einer ausgeglichenen und kampfbetonten ersten Halbzeit zeigte die Heimmannschaft Kampfbereitschaft und Einsatz. Jedoch fehlte die letzte Entschlossenheit und das Quäntchen Glück. Die zweite Halbzeit begann dann ähnlich ausgeglichen, ehe das 2:0 durch Hellinger nach einer Kontersituation die Heimmannschaft völlig durcheinanderwirbelte. Im Anschluss versuchte Lorenzreuth weiter, sich gegen die Niederlage zu stemmen. Jedoch lud man die Gäste durch verunglückte Abwehraktionen regelrecht zum Tore schießen ein, sodass Trogen keine Mühe hatte, das Ergebnis kontinuierlich in die Höhe zu schrauben. Das Endergebnis mit 0:7 schließlich entsprach zwar nicht den Spielanteilen, zeigte aber einmal mehr, dass in der Bezirksliga die Fehler sofort bestraft werden. Der FCL wartet deshalb weiter auf ein erstes Erfolgserlebnis.

SV Mistelgau – SpVgg Selbitz 0:3 (0:1). – Schiedsrichter: Tesch (FC Schnaittach); Zuschauer: 100; Tore: 0:1 A. Gezer (8.), 0:2 und 0:3 Werner (75. und 81.). – Einen unnötigen Ballverlust im Aufbauspiel nutzten die Gäste gleich zu Beginn zur schnellen Führung. Der SVM agierte meist zu nervös, überhastet und ohne Selbstvertrauen im Spiel nach vorne. Trotzdem hatte man gute Gelegenheiten durch Heißenstein, N. und K. Boog. Mit schnellen Kontern über die Flügel war die SpVgg immer gefährlich. Ihre Überlegenheit zeigte sich vor allem im Zweikampf, wo sie athletischer und kopfballstärker war. Nach einer halben Stunde lenkte Mistelgaus bester Spieler, Torwart Kellner, einen gefährlichen Schuss von A. Gezer mit den Fingerspitzen gerade noch an den Pfosten. Etwa eine halbe Stunde drängte Mistelgau nach der Pause vergeblich auf den Ausgleich, denn Schüsse von Rach, K. Boog, Scherl oder Ort waren viel zu harmlos und wurden so zur sicheren Beute des wenig geforderten Selbitzer Schlussmanns. Immer wieder Fehlpässe in allen SV-Mannschaftsteilen und dadurch gefährliche Konter führten schließlich zu einem verdienten Sieg der Gäste. Obwohl diese in der zweiten Halbzeit stark nachließen, gelang der harmlosen Heimelf kein Treffer.

SSV Kasendorf – FC Rehau 3:1 (1:1). –Schiedsrichter: Bernecker (SV Gundelsheim) Zuschauer: 100; Tore: 1:0 Schorn (27.), 1:1 Ries (39.), 2:1 N. Müller (51.), 3:1 Mullen (90+1.). – Kasendorf ließ zu Beginn den Ball und Gegner clever laufen. Der erste Versuch, der auch auf das Tor kam, in dem Fall von Schorn, wurde von einem Rehauer Spieler kurz vor der Linie geklärt. Bei seinem zweiten Abschluss machte es der Mittelfeldstratege besser. Nach schönem Steckpass von Do Adro platzierte Schorn das Spielgerät flach im langen Eck zur 1:0-Führung. Diese hielt aber nur ganze zehn Minuten. Die letzte nennenswerte Aktion in Spielhälfte eins brachte den Ausgleich. Einen schönen langen Ball von Winter verarbeitete FC-Kapitän Ries gekonnt und schoss in der Folge ebenso abgeklärt in das lange Eck zum 1:1-Halbzeitstand ein. Auch in Hälfte zwei starteten die Gastgeber besser. Nico Do Adro brachte erneut einen Zuckerpass beim Mitspieler an. Nino Müller war diesmal der Empfänger und setzte sich darauf im Sechzehner durch und brachte die erneute Führung. Kasendorf verließ sich zwar nicht nur auf die gut stehende Defensive, aber nach vorne kam nun weniger Entlastung. Zwei Joker stachen allerdings dann doch noch. Jermaine Mullen erzielte nach Zuspiel von Marcello Sollecito den 3:1-Endstand. Am Ende ein verdienter Heimsieg – der dritte in Folge.

Autor

Bilder